"Keine Angst vorm rauen Leben - dafür jede Menge Charme und Schmäh."
KARL aus Wien ist ein Geschichtenerzähler zwischen Beisl, Bühne und Bauchgefühl. Seine Songs verbinden Wiener Schmäh und Indie-Gitarren mit der Gefühlswelt des Austropop. Der Mittzwanziger erzählt von langen Nächten, flüchtigen Begegnungen und kleinen Momenten mit großer Wirkung - getragen von einer markant-rauen Stimme und dem Wunsch, Menschen mit seiner Musik zusammenzubringen. Aber der Reihe nach…
Manchmal entstehen die besten Geschichten dort, wo das Leben passiert: zwischen Gesprächen am Würstelstand, langen Nächten im Beisl, den kleinen Katastrophen des Alltags und den ganz großen Gefühlen. Und genau aus diesen Momenten schöpft KARL seine Musik. Der junge Wiener Künstler verbindet modernen Austropop mit Indie-Gitarren, seiner rauen Stimme und einer gehörigen Portion Charme und Wiener Schmäh. Seine Songs erzählen von durchzechten Nächten, gebrochenen Versprechen, zwischenmenschlichem Chaos - und vor allem von dem, was Menschen miteinander verbindet.
"KARL - Keine Angst vorm Rauen Leben." Dieser Satz ist dabei kein Slogan, er beschreibt seine Haltung. Seine Musik verklärt das Leben nicht und sucht auch keine perfekten Antworten. Stattdessen erzählt sie von den Ecken und Kanten des Alltags, von Unsicherheit und Euphorie, von Katerstimmung und Glücksmomenten. "Ich trag mein Herz auf der Zunge. Und ein schiefes Gesicht." Ehrlicher lässt sich dieser Zugang kaum beschreiben.
Hinter KARL steht ein 26-jähriger Musiker mit einer vielschichtigen Biografie: Seine Mutter stammt aus Mosambik, sein Vater aus Österreich. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte er in Mosambik, aufgewachsen ist er anschließend im fünften Hieb Wiens. Diese unterschiedlichen Einflüsse prägen seine Musik ebenso wie seine Perspektive auf die Welt. Sein Künstlername ist eine Hommage an seinen Vater und passt zugleich perfekt zu jenen Geschichten, die KARL erzählt: Geschichten von Begegnungen in den Gassen und Beisln der Stadt, von Würstelständen und den kleinen Momenten des Alltags. Musikalisch lässt sich KARL nur schwer in eine Schublade stecken. "Sobald Musik etwas mit mir macht, finde ich sie gut", beschreibt er seine offene Herangehensweise. Entscheidend ist nicht das Genre, sondern das Gefühl dahinter.
Schon als Kind war Musik jedenfalls ein fixer Bestandteil seines Lebens. Mit fünf Jahren begann er Klavier zu spielen, sang und tanzte begeistert zu Ricky-Martin-Songs und sammelte erste Bühnenerfahrungen in Schulchor und Schulband. Irgendwann reichte es ihm aber nicht mehr, nur bestehende Stücke nachzuspielen: Er wollte eigene Geschichten erzählen. Ohne großes Interesse an Noten, dafür mit viel Neugier und technischem Spieltrieb, begann er selbst zu produzieren, baute sich ein Studio im Keller seiner Eltern und arbeitete an elektronischen Beats und ersten Projekten. Über Rap und HipHop fand er schließlich immer stärker zu sich und seinem eigenen musikalischen Ausdruck bzw. zu seiner künstlerischen Identität.
Und so arbeitet er seit rund drei Jahren nun am "Projekt KARL". Der Song "Letzte Nacht" markierte 2025 den Start dieser künstlerischen Findung - und brachte all jene Elemente zusammen, die seinen Sound heute prägen: persönliche Geschichten, Wiener Direktheit und die Fähigkeit, zwischen Melancholie und Euphorie zu wechseln.
Denn genau diese Gegensätze machen KARLs Musik aus. Seine Songs bewegen sich zwischen einer "Happy-Peppy-Sunshine-Welt" und den "komplett verdreckten dunklen Nächten, die einem Schädelweh bereiten" - zwischen Tanzen auf dem Tisch und Nachdenken am nächsten Morgen. Es sind kleine Alltagsmomente, die plötzlich riesengroß wirken.
"Plötzlich steh ich neben Fremden, deren Namen ich kenn." Kaum eine Zeile beschreibt besser, worum es KARL außerdem geht. Seine Songs erzählen nicht nur von Begegnungen - sie schaffen sie. Seine Konzerte sollen Orte sein, an denen Fremde gemeinsam singen, tanzen und sich für einen Abend ein bisschen weniger fremd fühlen. Auch deshalb handeln seine Lieder nie nur von Liebe. Sie erzählen von Gemeinschaft. Wenn KARL singt: "Du weißt genau, wie gern ich tanze. Und ich rede, wenn ich reden darf", dann steckt darin dieselbe Offenheit, die seine Musik insgesamt prägt. Und wenn in "Schau Schau" schließlich die ganze Stadt "Hand in Hand" tanzt und die Frage gestellt wird: "Wer tanzt schon gern allein?", wird daraus fast ein Leitmotiv.
KARL ist einfach ein Geschichtenerzähler mit Wiener Goschn und internationalem Background, ein Beobachter mit einem offenen Herzen und einem feinen Gespür für jene kleinen Momente, aus denen am Ende die besten Storys entstehen. Und von diesen in Songs gegossenen Geschichten darf man noch einige erwarten…