Mozart und Salieri, zwei Namen, untrennbar miteinander verknüpft. Der Ungehemmte und der
Konservative. Der Freigeist und der Hofkapellmeister. Das Genie und … der Andere. So hat es zumindest schon der russische Dichter Alexander Sergejewitsch Puschkin nur fünf Jahre nach Salieris Tod erzählt, und damit die Basis für eine der größten fiktionalen Fehden der Musikwelt gelegt. Seitdem gilt Salieri als ein von Missgunst zerfressener Neider, der auf dem Sterbebett sogar den Mord an seinem langjährigen Konkurrenten gestanden haben soll. Beweise gibt es für eine Auseinandersetzung zwischen Mozart und Salieri nicht, aber die Spannung zwischen Genie und Mittelmaß hat an Faszination nicht verloren. Ausgehend von Texten von Puschkin und Peter Shaffer, erarbeitete Burgtheater-Shootingstar Nils Strunk gemeinsam mit Volkstheater-Ensemblemitglied Andrej Agranovski einen energiegeladenen Soloabend, an dem Agranovski nicht nur klavierspielend Mozart und Salieri verkörpert, sondern auch die emotionale Tastatur des Publikums virtuos bedient. Hier kommen nicht nur Klassik-Fans auf ihre Kosten, sondern wir alle dürfen mit Salieri endlich ungebremst neidisch sein!
Regie: Nils Strunk
Bühne: Emily Ortlepp