Till Lindemann (*4. Januar 1963, Leipzig) ist Sänger, Texter und kreativer Kopf der Bands Rammstein und Lindemann – Ikonen der Neuen Deutschen Härte. Mit seiner tiefen Stimme, provokanten Poesie und spektakulären Bühneninszenierungen prägt er seit Jahrzehnten die internationale Rock- und Metal-Szene.
Aufgewachsen in der DDR als Sohn des Schriftstellers Werner Lindemann und der Journalistin Brigitte „Gitta“ Lindemann, entdeckte er früh seine Leidenschaft für Sprache und Musik. Nach einer Karriere als Leistungsschwimmer fand er seinen Weg in die Musik – zunächst als Schlagzeuger der Punkband First Arsch und später als Frontmann von Rammstein.
Mit Songs wie „Du hast“, „Sonne“ oder „Ich will“ wurden Rammstein zu einem globalen Phänomen. Die Kombination aus industriellem Sound, theatralischer Pyroshow und provokativer Lyrik machte Lindemann zu einer der auffälligsten Figuren des modernen Rock. Parallel dazu veröffentlichte er Gedichtbände wie „Messer“ und „In stillen Nächten“, die seine dunkle, poetische Seite zeigen.
2015 startete er mit dem schwedischen Musiker Peter Tägtgren das Projekt Lindemann und veröffentlichte die Alben „Skills in Pills“ und „F & M“. Seine Soloarbeiten, darunter das russische Lied „Lubimiy Gorod“ (2021), zeigen seine künstlerische Vielfalt zwischen Provokation, Melancholie und Performancekunst.