Jedes Jahr, wenn die Bikes der höchsten Rennklasse über den Red Bull Ring rasen, dann schauen die Motorrad-Fans auf die kleine Gemeinde in der Steiermark. Tickets für die MotoGP in Spielberg sind heiß begehrt – denn hier wird spektakuläres Rennvergnügen vom Feinsten geboten!
Seit 2016 macht die MotoGP in Spielberg Station. Es handelt sich um eines der üblicherweise 19 Grand-Prix-Rennen, bei denen innerhalb der FIM-Motorrad-Weltmeisterschaft der Gewinner der höchsten Klasse ermittelt wird.
Jedes Jahr ist es ein Erlebnis, wenn diese Maschinen über den Asphalt des Red Bull Rings jagen. Sie wiegen stolze 157 Kilogramm und haben bis zu 290 PS. Die MotoGP-Klasse gilt als Königsklasse des Motorad-Rennsports. Kein Wunder also, dass die Zuschauer in Scharen zur Strecke pilgern.
An drei Tagen können die Fans dem spektakulären Event im Angesicht der riesigen Stier-Skulptur mit goldenen Hörnern beiwohnen. Eine große Auswahl an Sitz- und Stehplätzen ermöglicht es ihnen, bei der MotoGP in Spielberg einmalige Live-Momente zu genießen und den Siegern zuzujubeln.
Der Motorsport hat auf dem Red Bull Ring eine lange Tradition
Die ersten Rennen in der Steiermark finden im Jahr 1969 statt. Die damals noch sechs Kilometer lange Strecke mitten im Grünen wird unter dem Namen „Österreichring“ eröffnet und erringt bald einen legendären Ruf. Auf ihr messen sich Rennsport-Größen wie Jochen Rindt, Niki Lauda und Nelson Piquet.
Sie gilt als die schnellste Rennstrecke der Formel 1. Zum Schutz der Piloten bauen die Verantwortlichen schon bald eine Sicherheitsschikane ein. Später verkürzen sie sie die Bahn auf 4,32 Kilometer. Zwischen 1997 und 2003 steigen hier sieben Formel-1-Wettbewerbe. Die Strecke heißt zu dieser Zeit A1-Ring.
Red Bull haucht dem Standort neues Leben ein
Im Jahr 2003 verabschiedet sich die Formel 1 aus Spielberg. Das Motorwummern auf dem Ring verstummt. Doch nach Jahren gelingt es, den Standort wiederzubeleben.
Der mittlerweile verstorbene Red-Bull-Mitbegründer Dietrich Mateschitz kauft das Gelände und macht danach Nägel mit Köpfen. Seit 2014 finden auf dem 4,32 Kilometer langen Kurs wieder Formel-1-Rennen statt. Die Strecke trägt nun den Namen „Red Bull Ring“.
Was die MotoGP-Show in Spielberg so attraktiv macht
Es handelt sich um eine echte Highspeed-Strecke mit fünf Rechtskurven und zwei Linkskurven. Ein Knick mit einem Winkel von fast 90 Grad gilt für die Fahrer als besondere Mutprobe. Die Bahn ist gut einsehbar und hat kleinere Steigungen und Bergabschnitte.
Nach 19 Jahren Pause meldet sich 2016 schließlich auch die Biker-Community auf dem Red Bull Ring zurück. Seither finden Rennen der Klassen MotoGP, Moto 2 und Moto 3 statt.
Populäre Stars drehen bei der Tour der MotoGP in Spielberg nun wieder ihre Runden und tragen sich in die Siegerlisten ein. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Italiener Francesco Bagnaia, Weltmeister von 2022 auf einer Ducati, der Südamerikaner Brad Binder oder der nicht mehr aktive Italiener Andrea Dovizioso.
MotoGP in Spielberg: Häufig gestellte Fragen
Wie viele Stunden früher soll man zur MotoGP in Spielberg anreisen?
Wer mit dem Auto kommt, plant am besten viel Pufferzeit ein, da sich auf den verschiedenen Anreiserouten Staus bilden können. Der Veranstalter rät, bis um sieben Uhr morgens in Spielberg zu sein und den Park&Ride-Parkplatz in der Nähe der Therme Fohnsdorf zu nutzen. Für Anreisende per Bus und Bahn pendelt außerdem ein Shuttle-Bus während des Rennwochenendes zum Red Bull Ring.
Wo sind die besten Plätze bei der MotoGP in Spielberg?
Die T3-Tribüne an der Remus-Kurve bietet beste Sicht auf spektakuläre Überholmanöver. Von der T10-Tribüne aus lassen sich kurz vor der Ziellinie spannende Wettkämpfe um die Bestplatzierung beobachten.
Kann man den Red Bull Ring besichtigen?
Im Anschluss an Rennveranstaltungen wie der MotoGP in Spielberg lässt sich der Red Bull Ring im Rahmen einer Führung hautnah erleben. Besucher erwarten spannende Einblicke hinter die Kulissen – von der hochmodernen Race Control bis zu den exklusiven VIP-Lounges.