Nicholas Ofczarek, 1971 in Wien geboren, erhielt seine Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt. Sein erstes Engagement führte ihn von 1991 bis 1994 an das dortige Theater in der Drachengasse sowie an das Theater der Jugend; anschließend wurde er ans Wiener Burgtheater verpflichtet, dessen Ensemble er bis heute angehört. Dort arbeitete er mit RegisseurInnen wie Andrea Breth, Claus Peymann, Karin Beier, Sven-Eric Bechtolf, Jan Bosse und Stefan Bachmann. Zuletzt stand er u.a. als Lenglumé in Labiches Die Affäre Rue de Lourcine (Regie: Barbara Frey) sowie als Johnson in John Hopkins Diese Geschichte von Ihnen (Regie: Andrea Breth) auf der Bühne des Burgtheaters.
1999 erhielt er die Kainz-Medaille für seine Rolle des Eberhard Ultra in Nestroys Krähwinkelfreiheit (Regie: Frank Castorf), 2003 den Wiener Schauspielerring und 2005 den Nestroy-Preis als Bester Darsteller in Nestroys Zu ebener Erde und erster Stock (Regie: Anselm Weber). 2009 folgte der 3sat-Theaterpreis für seine Darstellung des Jungen Grenzgängers in Schönherrs Der Weibsteufel (Regie: Martin Kušej).
Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab er 2005 in Grillparzers König Ottokars Glück und Ende (Regie: Martin Kušej), 2006 spielte er Wendelin in Nestroys Höllenangst (Nestroy-Preis; Regie: Martin Kušej). 2010 bis 2012 war er Jedermann (Regie: Christian Stückl) und 2013 stand er als Knieriem in Nestroys Lumpazivagabundus auf der Bühne der Perner-Insel (Regie: Matthias Hartmann).
Neben seinen zahlreichen Bühnenauftritten ist Ofczarek auch regelmäßig in Film und Fernsehen zu sehen, so u.a. in in der österreichischen TV-Serien Braunschlag (Regie: David Schalko) und Altes Geld. Zuletzt konnte man ihn u.a. in Jesus loves me (Regie: Florian David Fitz), Unter Feinden (Regie: Lars Becker) sowie als Psychopath und Mörder Alexander Nolte im Tatort – Die Geschichte vom bösen Friederich sehen.