Parov Stelar ist ein österreichischer Musikproduzent und Künstler mit einer unverwechselbaren musikalischen Handschrift. Hinter dem Künstlernamen steht Marcus Füreder, der elektronische Beats mit Soul, Jazz, Swing und großen Melodien verbindet. Sein kreativer Umgang mit Samples und seine Offenheit für unterschiedliche musikalische Einflüsse haben ihn zu einem der international erfolgreichsten Künstler Österreichs gemacht.
Bereits die erste Parov Stelar EP KissKiss und das darauffolgende Album Rough Cuts, die 2004 auf dem von Füreder eigens gegründeten Label Etage Noir Recordings erschienen, brachten dem Projekt den internationalen Durchbruch. Parov Stelar gilt als Pionier des Electro Swing. Sein charakteristischer Sound, sein unkonventioneller Umgang mit Sampling und die Verbindung unterschiedlicher Musikstile machten ihn rasch zu einem Star der aufstrebenden Szene. Mit elf weiteren Studioalben, einem Livealbum und mehr als 20 EPs festigte er seinen Status und gewann eine stetig wachsende Fangemeinde.
Das 2025 veröffentlichte Album Artifact führt diese musikalische Entwicklung fort. Elektronischer Drive trifft auf orchestrale Arrangements, atmosphärische Klangwelten und ein ausgeprägtes Gespür für musikalische Erzählungen. Mit Black Lilies folgte 2026 eine weitere Veröffentlichung, die diese Verbindung aufgreift.
Auch live hat Parov Stelar eine ganz eigene Ausdrucksform entwickelt. Elektronische Produktion und die Energie seiner Band verbinden sich mit einer visuellen Gestaltung, die eng mit seinem künstlerischen Schaffen verknüpft ist. Mehr als 1.000 Auftritte führten ihn rund um die Welt. Zu den Höhepunkten zählen ausverkaufte Konzerte am Broadway in New York, im Alexandra Palace in London und im Zénith in Paris sowie Auftritte bei Coachella, Glastonbury und Lollapalooza.
Zu den Auszeichnungen seiner Karriere zählen elf Amadeus Austrian Music Awards, zehn Gold-, zwei Platin- und eine Doppelplatin-Auszeichnung.
Seine Kollaborationen und Remix-Arbeiten umfassen Veröffentlichungen mit und für Tony Bennett & Lady Gaga, Lana Del Rey, Lukas Graham, Bryan Ferry, Marvin Gaye und Klingande.
Auch seine digitale Reichweite unterstreicht seinen internationalen Erfolg: Mit einer Million Facebook-Fans, mehr als 500 Millionen Aufrufen auf YouTube und fast drei Millionen monatlichen Hörern auf Spotify zählt Parov Stelar zu den erfolgreichsten elektronischen Musikern im digitalen Raum. Seine Musik ist international in Film, Fernsehen und Werbung präsent und wurde auf zahlreichen Compilations veröffentlicht, darunter Hôtel Costes und Buddha-Bar. Zu den Marken, die seine Tracks für ihre Kampagnen eingesetzt haben, zählen Audi, BMW, Google, Microsoft, Vodafone, Bacardi, Cosmopolitan und Paco Rabanne.
Neben der Musik ist die bildende Kunst ein wesentlicher Teil von Marcus Füreders künstlerischer Identität. Er studierte Kunst und Design in Linz und Berlin und widmete sich bereits vor seiner musikalischen Karriere der Malerei. Seine Ölgemälde entstehen aus digitalen Montagen, die sich auf der Leinwand intuitiv weiterentwickeln. Musik und Malerei sind für ihn untrennbar miteinander verbunden. Sie inspirieren, ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Das haptische Arbeiten mit Farbe und Leinwand ist dabei ebenso unverzichtbar wie das digitale Schaffen mit Klängen und Beats. Aus Descartes’ "cogito ergo sum" wird so "pingo ergo sum": "Ich male, also bin ich".