Peaches zählt zu den prägendsten Künstlerinnen der internationalen Electroclash-Szene. Als Musikerin, Produzentin, Regisseurin und Performancekünstlerin hat sie seit ihrem Durchbruch mit dem Album "The Teaches of Peaches" im Jahr 2000 die Grenzen zwischen Musik, Kunst und gesellschaftlicher Provokation immer wieder neu ausgelotet. Mit ihrem sexuell selbstbestimmten, kompromisslosen und zugleich humorvollen Auftreten stellte sie von Beginn an gängige Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und Körperlichkeit infrage. Das Magazin Rolling Stone beschrieb ihr Debüt als "surreally funny" und "nasty" – ein Album, das den Grundstein für eine bis heute einzigartige künstlerische Laufbahn legte.
Seither veröffentlichte Peaches vier weitere wegweisende Alben, wurde mit dem renommierten Polaris Heritage Prize ausgezeichnet und arbeitete mit Künstler:innen wie Iggy Pop, Daft Punk, Christina Aguilera und Yoko Ono zusammen. Ihre Musik fand Eingang in kulturell prägende Werke wie Sofia Coppolas Film "Lost in Translation" und die Serie "The Handmaid’s Tale". Auch an Universitäten weltweit wird ihr Werk wissenschaftlich untersucht – als vielschichtige Auseinandersetzung mit Popkultur, Gender, Identität und gesellschaftlichen Normen.
Peaches’ künstlerisches Schaffen reicht dabei weit über die Musik hinaus. Sie führte bei mehr als 20 Musikvideos Regie, kuratierte einen Fotoband über ihr Leben und entwickelte immersive Installationen sowie Performances, die etablierte Grenzen zwischen Bühne, bildender Kunst und Theater aufbrechen. Mit der Electro-Rock-Oper "Peaches Does Herself" schuf sie ein weiteres außergewöhnliches Werk, das später als Film adaptiert und auf mehr als 70 Festivals gezeigt wurde. Zwei gefeierte Dokumentarfilme widmeten sich bereits ihrem Leben und ihrer Arbeit. Darüber hinaus übernahm sie die Titelrolle in Monteverdis Oper "L’Orfeo" sowie in Bertolt Brechts "Die sieben Todsünden". Mit ihrer vielbeachteten One-Woman-Show "Peaches Christ Superstar" setzt sie ihre genreübergreifende Bühnenarbeit fort. 2026 komponierte sie zudem die Filmmusik für die Netflix-Serie "Big Mistakes" von Dan Levy.
Mit ihrem neuen Album "No Lube So Rude", das gemeinsam mit Co-Produzent The Squirt Deluxe entstand, knüpft Peaches an ihre kompromisslose künstlerische Haltung an und führt sie zugleich in neue Richtungen. Das Werk ist eine unverblümte Auseinandersetzung mit Identität, Sexualität, dem Älterwerden und körperlicher Selbstbestimmung. Zwischen poetischer Reflexion und bewusst provokanter Direktheit verbindet Peaches emotionale Tiefe mit kantigen, experimentellen Sounds. Dabei verwandelt sie Reibung, Frustration und die Widersprüche des modernen Lebens in eine kraftvolle Feier von Freiheit, Lust und Selbstermächtigung.