Der steirische herbst ist ein interdisziplinäres Festival für zeitgenössische Kunst, das 1968 in einem herausfordernden politischen und geografischen Kontext gegründet wurde; in einem Land, das viele historische Leichen im Keller hatte, und in einer Stadt, die in einer Grenzregion des Kalten Krieges lag. Das neue kuratorische Team des Festivals begann 2018 in seiner ersten Ausgabe unter dem Titel Volksfronten damit, diese Geschichte und das aktuelle politische Klima in Österreich und Europa zu thematisieren. Die Ausgabe 2019 schließt unmittelbar daran an und geht den zerstörerischen Widersprüchen und dem unheimlichen Charme des Habsburgischen Europa sowie seiner Bedeutung für den Rest der Welt tiefer auf den Grund.