Teresa Reichl wurde 1996 in Haunersdorf bei Simbach bei Landau an der Isar (ja so klein ist das Dorf) geboren. Sie hat in Regensburg Deutsch und Englisch Lehramt für Gymnasien studiert. Mit dem Abschluss in der Tasche hat sie das Klassenzimmer dann doch nicht zu ihrer Bühne gemacht, sondern ist als Live- Künstlerin durchgestartet. Seither tourt sie auf den Comedy- und Kabarettbühnen des deutschsprachigen Raumes, heimst Preise ein, macht klassische deutsche Literatur comedy- und social media-fähig.
Seit 2020 fasst sie ihrem Publikum Werke bedeutender deutscher Literaten auf TikTok zusammen, schlägt in ihrem Buch „Muss ich das gelesen haben“ einen alternativen Literaturkanon vor und setzt sich für die Demokratisierung des Diskurses über Hochkultur ein. Das tut sie auch, indem sie sich anmaßt, hoch geschätzte Größen der deutschen Kultur umgangssprachlich zum Thema ihrer Bühnenprogramme, TikTok-Videos oder Podcastgespräche zu machen.
Teresa Reichl erzählt von Feminismus; sie schildert Facetten des Außenseitertums und zeigt Wege aus dem stereotypen Denken. Und obwohl abschrecken könnte, dass sie Wut für den Treibstoff ihrer Inhalte hält, ist ihr Ansatz immer.