Am 28. März 1842 gab das k. k. Hofopernorchester unter der Leitung von Otto Nicolai ein „großes Concert“, das als die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker gilt, weil erstmals die bis heute gültigen Prinzipien erfüllt wurden: Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein Engagement im Orchester der Wiener Staatsoper; alle Entscheidungen werden von der Hauptversammlung der aktiven Mitglieder in künstlerischer und wirtschaftlicher Eigenverantwortlichkeit auf demokratischer Basis getroffen; die Durchführung der Beschlüsse obliegt dem demokratisch gewählten zwölfköpfigen Verwaltungsausschuss.
Seit 1908 sind die Wiener Philharmoniker ein Verein. Das Ensemble bestreitet pro Saison rund 110 Konzerte, gibt jährlich „Wiener Philharmoniker-Wochen“ in New York und Japan, nimmt seit 1922 an den Salzburger Festspielen teil, ist Gast der führenden Konzerthallen und Festivals der Welt und veranstaltet das in über 90 Länder übertragene Neujahrskonzert sowie das „Sommernachtskonzert Schönbrunn“, dem alljährlich bis zu 120.000 Menschen beiwohnen.