Das Haus der Industrie ist ein späthistoristischer Prachtbau in Wien aus dem Jahre 1909, der der Sitz der Industriellenvereinigung ist.
Das Haus der Industrie wurde 1906 bis 1909 nach Plänen des Architekten Karl König errichtet und am 5. März 1911 durch Kaiser Franz Joseph eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das unbeschädigte Gebäude am damals Stalinplatz genannten Schwarzenbergplatz Sitz des Alliierten Rates.
Österreich war von 1945 bis 1955 von Großbritannien, Frankreich, den USA und der UdSSR besetzt. Im Haus der Industrie fanden vom 2. bis 12. Mai 1955 vorbereitende Gespräche über den österreichischen Staatsvertrag statt, am 14. Mai trafen sich die Außenminister der Besatzungsmächte ebenfalls im Gebäude, ehe am 15. Mai 1955 der Staatsvertrag dann feierlich unterzeichnet wurde.
Mit Unterbrechung der Jahre, in denen es dem Alliierten Rat diente, war das Haus der Industrie bis heute Sitz der Vereinigung österreichischer Industrieller.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Straßenbahnlinie 71 und D bis zur Station "Schwarzenbergplatz"