Die Kapelle in der Herrscherresidenz von Wien wurde nach den feinsten Regeln hochgotischer Baukunst geplant. Bis in das 19. Jahrhundert wurden der Kirchenraum und die Fassaden durch
Um- und Zubauten verändert. In der kaiserlichen Hofburgkapelle konnte jede Stilepoche ihre sichtbaren Spuren hinterlassen. Hier begleitete die festliche Liturgie die kaiserliche Familie bei Anlässen der Freude wie der Trauer.
Der heutige Innenraum ist von Oratorien und übereinanderliegenden Emporen dominiert, die auf Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz II zurückgehen. Doch blieb von der alten Kapelle noch reicher Figurenschmuck, so Schlusssteine der Gewölbe mit Halbfiguren eines segenspendenden „Christus Salvator“, von Maria mit dem Jesuskind, dem Evangelisten Johannes und dem Erzengel Gabriel. Hoch oben an den Pfeilern wachen farbige Holzskulpturen von heiligen Schutz-patronen. Über dem linken Seitenaltar ist eine um 1410 geschnitzte Madonna aufgestellt.
In der Hofburgkapelle aus dem Mittelalter vereinen sich heute Wiener Sängerknaben, Mitglieder der Wiener Philharmoniker, des Herrenchors der Staatsoper sowie eine Choral-Schola und berühmte Organisten zur „Musica magnifica“.
Die Hofburgkapelle ist von zwei Seiten zu erreichen: durch den Inneren Burghof und das Schweizertor sowie vom Josefsplatz (Nationalbibliothek) durch eine Passage. Der Eingang befindet sich über jenem der Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U3 - Herrengasse
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