Die bedeutendste Barockkirche Wiens wurde 1716 bis 1722 von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und 1723 bis 1739 von seinem Sohn Joseph Emanuel vollendet. Die mächtige Kuppel der Karlskirche (72 m hoch) gehört zu den beherrschenden Elementen des Wiener Stadtbildes.
Die Kombination von Architekturelementen aus verschiedenen Weltgegenden unterstreicht den imperialen Machtanspruch zur höheren Ehre Gottes: Die Mittelfront hat die Form eines griechischen Tempels, die beiden Seitenkapellen sind stilistisch der italienischen Renaissance entlehnt. Ihre Dächer hingegen gleichen chinesischen Pagoden. Die Triumphsäulen haben ihre Vorbilder in Rom, erinnern aber zugleich an islamische Minarette.
Die Wiener Karlskirche ist einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen und eines der Wahrzeichen Wiens. Die Kirche war von 1783 bis 1918 Patronatspfarrkirche des Kaisers und wird seit 1738 von dem Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern betreut. Nebenan befindet sich die Grabstätte von Antonio Vivaldi.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U1, U2, U4 bis zur Station "Karlsplatz"