Zur Biedermeierzeit war das Belvedere nicht allein als Museum beliebt, sondern war auch ein Ort verschiedenster Veranstaltungen von Feuerwerken über Zirkusdarbietungen bis zu Schaufahrten von Eskimos. Im Winter diente der Teich als Eislaufplatz. 1891 wurde die kaiserliche Gemäldesammlung aus dem Belvedere in das jüngst eröffnete Kunsthistorische Museum verlegt. 1919 ging das Belvedere in den Besitz der Republik Österreich über und wurde sukzessive als Museum adaptiert. 1944 und 45 kam es bei Luftangriffen zu schweren Schäden in beiden Schlössern, die nach dem Krieg umsichtig restauriert wurden.
Wichtigstes Ereignis der Nachkriegsgeschichte ist die feierliche Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 im Marmorsaal des Oberen Belvedere, wodurch die Souveränität Österreichs wiederhergestellt wurde. Der Marmorsaal ist der zentrale Prunkraum des Oberen Belvedere und öffentlich zugänglich.
Das Belvedere besitzt weltweit die größte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts. Klimt war als Mitbegründer der Secession und Organisator der Kunstschauen 1908 und 1909 maßgeblich für den Durchbruch der internationalen Avantgarde in Wien verantwortlich. Das Belvedere zeigt seine Entwicklung von den ersten Auseinandersetzungen mit dem Impressionismus über die Secessionskunst (Der Kuss, 1908) bis hin zum Spätwerk.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Straßenbahn Linie D bis zur Station "Schloss Belvedere"
Straßenbahn Linien 18 und 0 bis zur Station "Quartier Belvedere"
Buslinien 13A und 69A bis zur Station "Quartier Belvedere"
U1 bis zur Station "Südtirolerplatz"