1877 beschloss die Stadt Wien, den Wiener Central-Schlachtviehmarkt in St. Marx aus- und teilweise neu zu bauen. Das zentrale Bauwerk, die Rinderhalle, ist die erste Schmiedeeisenkonstruktion Wiens. Sie besteht aus zwei selbständigen dreischiffigen Hallen. Diese sind entlang ihrer Längsseiten durch eine überdachte Straße (Straßenschiff) miteinander verbunden. Im Zuge einer generellen Modernisierung entstand im Zeitraum von 1968 bis 1975 das Fleischzentrum Sankt Marx. Ein Teil des alten Schlachthofs wurde stillgelegt und zum Abbruch freigegeben. Es kam zu Protesten gegen den Abbruch in deren Zuge die Umwidmung des Schlachthofs zu einem Kulturzentrum gefordert wurde. Erst in den 1990er Jahren wurden auch die Viehmarkthalle, das Verwaltungs- und das Bankgebäude unter Denkmalschutz gestellt. Damit begannen die ersten Überlegungen zur Nutzung der Rinderhalle und des Umfelds: Im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Viehmarkts befindet sich heute das neue Medienzentrum „MARX“, in der Nachbarschaft wurde mit dem T-Mobile-Center ein architektonisch beeindruckender Eyecatcher geschaffen und mit der Sanierung der ebenfalls denkmalgeschützten Gasometer entstand ein reizvoller neuer Stadtteil in unmittelbarer Nachbarschaft. Zielsetzung ist die Entwicklung des Stadtgebietes St. Marx zu einem modernen Büro- und Technologiestandort. Erst durch eine Generalsanierung kann die architektonische Wirkung der historischen Halle zur vollen Geltung gebracht werden und somit die Basis des urbanen Zentrums mit einem unverwechselbaren einzigartigen Charakter geschaffen werden.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der S-Bahn / Straßenbahn 71 + 18 / Bus 74A bis zur Haltestelle "St. Marx"
mit der U3 bis zur Station Schlachthausgasse&, Erdberg.
Mit dem Auto bei der Abfahrt der A23 St. Marx abfahren.