Bereits im Alter von zehn Jahren begann Martin Kälberer, inspiriert von der Fernsehübertragung eines Konzertes von Chick Corea und Herbie Hancock, die Welt der improvisierten Musik zu erforschen. Mitte der Achtziger Jahre studierte er schließlich Klavier an der Jazzabteilung der Musikhochschule Graz. Seit 1989 ist er als freischaffender Musiker tätig.
Nach längeren Phasen der Beschäftigung mit verschiedenen musikalischen Stilistiken, Tourneen mit zahlreichen Formationen von brasilianischer Musik, Pop und Rock, Jazz, Musical bis hin zu Weltmusik- und Singer/Songwriter-Projekten durch ganz Europa, 2004 sogar durch China, wurde für Martin Kälberer irgendwann die Suche nach den eigenen Wurzeln, der eigenen Tradition immer wichtiger. Er begann damit, sein eigenes Verständnis von Struktur, Form und Ästhetik der Musik und Kunstwelt zu entwickeln und darzustellen. Zunächst als reiner Pianist und Keyboarder tätig, erweiterte er später sein Instrumentarium. Mandoline, Perkussion (speziell die afrikanische Udu), Akkordeon, Bass, Vibrandoneon, diverse Blasinstrumente und nicht zuletzt das Schweizer Instrument Hang kamen nach und nach hinzu.
Parallel rief Martin Kälberer sein eigenes Tonstudio „Malawi Mystery Mix“ ins Leben, in dem er inzwischen etliche CDs und Filmmusiken produziert, aufgenommen und eingespielt hat. Neben seiner langjährigen Verbindung zu Werner Schmidbauer, mit dem er seit 1994 zusammen musiziert, produziert, komponiert und konzertiert, ist es nach wie vor und immer mehr die freie, improvisierte Musik und die Suche nach neuen Klängen und speziellen Orten und Momenten, die ihn fasziniert und die er in seinen Solo Projekten umsetzt.