Der erste Flüchtlingsball fand 1995 statt, kurz vor der Eröffnung des Integrationshauses. Um auf uns aufmerksam zu machen und um Geld zu sammeln. "Der Flüchtlingsball ist kein Ball für die oberen 10.000, sondern für alle - para todos, unter besonderer Betonung derer, die ganz unten sind - im Moment.", so Willi Resetarits, Mitbegründer des Integrationshauses damals. Der Flüchtlingsball ist ein Fest für alle, die mit der Idee des Integrationshauses sympathisieren und die gerne feiern. Der Erlös des Flüchtlingsballs kommt dem Integrationshaus, und damit wiederum den Geflüchteten, zugute. Das Integrationshaus ist ein Kompetenzzentrum für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten. Schutzsuchende finden hier sowohl Unterkunft als auch professionelle Betreuung, Bildung und Beratung. Besonders berücksichtigt werden Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf, wie Traumatisierte, Alleinerzieher*innen, physisch und psychisch Kranke sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Was der Flüchtlingsball mit allen anderen Bällen gemeinsam hat: er ist ein riesengroßes Fest mit einer offiziellen Eröffnung und viel Tanzmusik. Alles andere ist doch deutlich anders: es gibt zahlreiche Live-Konzerte von (inter)nationalen Künstler*innen, DJs und alles in allem ein kunterbuntes interkulturelles Fest für jung bis alt. Walzertänzer*innen kommen in den Umbauphasen zwischen den Konzerten auf ihre Kosten und können im großen Ballsaal das Tanzbein schwingen. Der Dresscode lautet: Kleidung beliebig, aber erwünscht. Deshalb ist von leger bis aufgebrezelt alles drin. Jede*r kommt, wie er/sie sich dem Anlass entsprechend fühlt. Und so ist die Gewandung wie die Party: bunt.