von Claus Tröger und Friederike Bernau
Stefan Zweig trat als bedeutender deutschsprachiger Autor und Europäer für Frieden und Brüderlichkeit ein. Auf Basis seiner Briefe entsteht ein persönliches Porträt, das zugleich den Zerfall einer Welt in den 1930er- und 1940er-Jahren zeigt. Claus Tröger und Friederike Bernau zeichnen ein eindringliches Zeitbild seines Lebens und Denkens.
„Meine drei Leben“, so lautete Stefan Zweigs Arbeitstitel für sein großes Buch „Die Welt von Gestern“. Die Lehr- und Wanderjahre bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, die Erfolgsjahre des „Schriftstellerbetriebes“ Stefan Zweig in Salzburg, schließlich die Exiljahre in Großbritannien, den USA und Brasilien – sie bilden die drei großen Blöcke in Stefan Zweigs Biografie. Ihnen folgend entsteht im Theaterstück „Declaracao“ ein Bilderbogen über die kulturelle Hoch-Zeit der 1880-Jahre, hinein in die bitteren Erfahrungen durch den 1. Weltkrieg, ein Leben für Frieden in Europa, über eine künstlerische Erfolgsgeschichte, die im dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte mündet und den Protagonisten in Heimatlosigkeit, Sprachlosigkeit und von der Depression zum Selbstmord führt – pars pro toto eine Version österreichischer Geschichte in den Worten des Dichters Stefan Zweig.
Szenische Konzeption & Inszenierung: Claus Tröger