Ophelia ist neu in der Schule und sofort fällt ihr Hamlet auf: ein merkwürdig verschlossener Typ, der düsteren Gedanken nachhängt und zu gerne mit geschwollenen Formulierungen provoziert. Trotzdem ist sie fasziniert von ihm und seinen Überlegungen über das Gefühl des verloren Seins angesichts all der Möglichkeiten, die das Leben einem bietet, und dem zehrenden Zweifel an der eigenen Existenz. Die beiden verlieben sich ineinander, hüten es aber wie ein Geheimnis.
Doch völlig überraschend stirbt Hamlets Vater, und von einem Tag auf den anderen ist Hamlet verändert, finsterer, fatalistischer, denn in ihm keimt ein fürchterlicher Verdacht: Was, wenn seine Mutter und sein Onkel mit dem Tod des Vaters zu tun haben, um einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen?
Holger Schober spielt lustvoll mit Figuren und Motiven aus Shakespeares Klassiker über die Suche nach dem Sinn im Leben – und überträgt sie unmittelbar in die Zeit des vielleicht größten Umbruchs aller Gewissheiten: die Pubertät. Sein oder Nichtsein, aber auch Zusammensein oder nicht Zusammensein – das sind die Fragen, aus denen dieser Schleudergang durch Gefühls- und Gedankenwelten gemacht ist.
„Achterbahn der Gefühle mit bewusst unterschiedlichen Energie-Levels, da die Draufgängerin, dort der Zweifler, gepaart mit Klassiker und sehr viel Spielfreude.“ (Kijuku)
Darsteller*innen: Julia Wozek und Nicolas Hoser
Regie: Karl Wozek
Im Anschluss findet eine Publikumsdiskussion mit dem Regie-Team und den Darsteller*innen statt.