Moderation: Marie-Rose Rodewald-Cerha
"Vaterbücher gibt es viele, und doch fügt Hans-Joachim Gögl etwas Neues hinzu, überraschend und betörend." Ilija Trojanow
Dieser Vater wusste ganz genau, wie man richtig lebt. Er war der Meister des perfekt dosierten Mittelmaßes: lange Spaziergänge, frei verfügbare Zeit, Gelächter im Kreis der Kollegen. Das Leben seines Sohnes, der eine Designagentur leitet, missbilligte er. Zu fremdgesteuert, zu ehrgeizig, zu eilig. Der aber will die Welt nicht nur hinterfragen, sondern auch verbessern. Als der Vater stirbt, kommen dem Sohn Zweifel. Führt die Lebenskunst des Vaters vielleicht doch zu einem glücklicheren Leben? Er beschließt, es auszuprobieren, und schlüpft von nun an fünf Wochen lang in die Rolle seines Vaters. Hans-Joachim Gögl ist ein spielerisch leichter und tiefgründiger Debütroman gelungen.
Hans-Joachim Gögl ist gelernter Buchhändler, heute leitet er das Fotografie- und Musikprogramm im BTV Stadtforum Innsbruck und ist Kurator der »Tage der Utopie«. Das Festival zu gemeinwohlorientierten Zukunftsbildern findet in Götzis/Vorarlberg statt und ist Träger des Österreichischen Staatspreises für Erwachsenenbildung. »Vatertag« ist sein erster Roman. Der Autor lebt in Bregenz.