Falschmeldungen, Halbwahrheiten, Stimmungsmache gegen benachteiligte Gruppen: Wir leben in Zeiten, in denen gesellschaftlicher Streit genährt wird auch mit manch einem unfairen Dokument. Der Vortrag beschreibt, wieso falsche oder halbwahre Aussagen oft sehr wirkungsvoll sind, welche Rolle diese Irreführung auch in unserer Demokratie spielt - und wie auch schwächergestellte Gruppen in unserer Gesellschaft zum Feindbild gemacht werden. Aber es geht auch um Methoden der Aufklärung: Wie kann ich Fakten effizienter kommunizieren? Welche Rolle spielen soziale Medien auch für das Kommunizieren von Richtigem und dem Nähren von Empathie? Und: Was muss gesamtgesellschaftlich passieren, um mehr Schutz vor Stimmungsmache und Desinformation zu haben?
Ingrid Brodnig, geb. 1984, ist Autorin und Journalistin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft, ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Umgang mit Desinformation und Hasskommentaren. Sie hat sieben Bücher verfasst, zuletzt “Feindbild Frau”, welches digitale Gewalt gegen Politikerinnen beschreibt und Möglichkeiten der Gegenwehr aufzeigt. Ihr Buch “Hass im Netz” wurde mit dem Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch ausgezeichnet. Sie verfasst seit Mai 2024 eine regelmäßige Kolumne für die Tageszeitung “Der Standard”. Sie hält regelmäßig Vorträge und Workshops zu Themen der Digitalisierung.