Verdis berühmteste Oper ganz aus der Nähe: Im Odeïon sitzt das Publikum nur wenige Meter von Sängerinnen, Sängern und Orchester entfernt.
Violetta Valéry hat sich in der Pariser Gesellschaft ihren Platz erkämpft. Schon todkrank, verliebt sie sich gegen jede Vernunft in Alfredo und lässt eine Liebe zu, die sie sich bis dahin verboten hat. Doch die Konventionen ihrer Zeit und die Erwartungen der Männer um sie herum lassen ihr keinen Ausweg. Am Ende steht ein leiser Abschied von einer Welt, die ihr keine Zukunft mehr bietet.
Das Konzept: Reduktion auf das Wesentliche
Das Isaria Kollektiv verzichtet auf Dekor und großen Pomp. Im Mittelpunkt stehen die Figuren: ihre Hoffnungen, ihre inneren Konflikte und die gesellschaftliche Enge, aus der es kein Entkommen gibt. Gerade diese Beschränkung macht den Abend so intensiv.
Grundlage ist eine Bearbeitung für Kammerensemble von Matthias Wegele. Die Regie von Horst Dinges richtet den Blick auf die psychologischen Feinheiten der Figuren, die Videokunst von Michael „Gene“ Aichner erweitert den Bühnenraum, ohne ihn zu überladen.
In einer Zeit, in der Selbstbestimmung wieder heftig verhandelt wird, trifft Violetttas Geschichte mit neuer Wucht.
Mitwirkende
Violetta – Elif Aytekin
Alfredo – Daniel Szeili
Germont – Gary Martin
Kammerorchester des Isaria Kollektivs
Musikalische Leitung – Andreas Vogler
Regie – Horst Dinges
Videokunst – Michael „Gene“ Aichner
Dauer: ca. 120 Minuten inkl. Pause