In ihren „Poems from the Moor“ hat Emily Brontë (1818–48) die Schönheit der Yorkshire Moore besungen. Das Kölner Klangkunst-Duo Merzouga vertont diese Gedichte zu zeitgenössischen Liedern.
Gemeinsam mit Sängerin Filippa Gojo evozieren sie eine musikalische Zwischenwelt. Denn Moore sind nicht Wasser und nicht Land. Sie sind fluide Beziehungssysteme, in denen alles mit allem in Verbindung steht. Geräuschhafte Improvisation und dynamisches Interplay treffen auf melancholische Melodien, orchestriert mit einer elektro-akustischen Komposition aus Moor-Fieldrecordings und bioakustischen Aufnahmen von Wasserkäfern. Das Prinzip der Torfbildung übersetzen die drei musikalisch: Schichtungen komponierter Akkordlayers und -Cluster aus Stimme, präpariertem E-Bass und Elektronik, Field-Recordings und Lyrik verbinden sich zu einem großen Klang.
Filippa Gojo – Gesang, Kalimba, Shruti Box, Kaoss Pad
Eva Pöpplein – Elektronik, E-Geige, Komposition
Janko Hanushevsky – präparierte Bassgitarren, Komposition