St. Pölten steht, allein wegen der geografischen Nähe, etwas im Schatten der Metropole Wien. Auch was die Musikszene angeht. Dabei finden mit dem
Frequency (16. bis 18. August) und dem
Beatpatrol (25. Oktober) zwei der wichtigsten Festivals der österreichischen Musikszene in der niederösterreichischen Hauptstadt statt – nicht zu vergessen auch das STP Metal Weekend. Während man beim Frequency auf alles setzt, das zwischen Electro, Hip-Hop und Indie changiert und dabei auch nur
irgendwie hip ist, beim Beatpatrol hingegen ausschließlich auf elektronische Musik, stehen beim Metal Weekend klarerweise - nomen est omen - die metallischen Klänge im Fokus.
Besuch aus Deutschland beim STP Metal Weekend
Gleich drei Bands aus dem Nachbarland werden dieses Jahr im Frei.Raum St. Pölten madiges Erdreich heraufwürgen und somit den Hauch der Fäulnis gen Besucherschaft aufstoßen - "ein Bäuerchen machen", das ist in der agrarischsten Landeshauptstadt Österreichs durchaus noch en vogue: Die Thüringer
Deserted Fear werden ihren 2016 krankheitsbedingt abgesagten Gig endlich nachholen, aus Baden-Württemberg reisen
Revel In Flesh an - dass das Quintett sich
nach einem Song des Debüts "Left Hand Path" der schwedischen Entombed benannt hat, spricht Klänge -
schlodderige Klänge wohlgemerkt. Brückenschlag zur letzten, dabei aber dienstältesten Band im Bunde:
Fleshcrawl stammen zwar aus Bayern, klingen dabei aber mehr nach Elchtod als so manche einstige Heroen heute (Stichwort: In Flames, Arch Enemy).