Bild: Charlotte Goltermann
Eine bessere Künstlerkombi als das exzentrisch-schlaue Literatur-Duett Andreas Dorau und Sven Regener ist ja kaum denkbar: Andreas Dorau, der Meister der Exzentrik, der Erfinder von Photoshop, bevor es Photoshop gab, Überraschungsdenker im Tonstudio, der ewige Pop-Geheimtipp zwischen Elektrobeats, genialen Textideen und penetranten Ohrwürmern auf der einen Seite und der ebenso melancholische wie wütende Schriftsteller und Musiker Sven Regener, der Meistererzähler der Kreuzberg-Universen, wie es sie überall auf der Welt gibt, auf der anderen.
"Die Frau mit dem Arm" ist quasi die Fortsetzung von "Ärger mit der Unsterblichkeit" aus dem Jahre 2015 und ein Abenteuerroman über Andreas Doraus Reisen durch die Welt des Pop von den Nullerjahren bis in unsere Gegenwart, dicht gespickt mit frischen Ideen über Kunst, Kulturindustrie und die Abgründe und Klippen des sogenannten Lebens, die man als Künstler am besten mit einem Feuerwerk von Witz und Eigensinn umsegelt.
Als Andreas Dorau mich vor vielen Jahren fragte, ob wir nicht zusammen ein Buch schreiben könnten (er brauchte gerade Geld für das Finanzamt), hatte er wohl an einen Roman gedacht, irgendwas Ausgedachtes. Aber ich kenne ihn seit 1981 und ich wusste: Der beste Roman ist Andreas' Leben selbst, er ist der interessanteste Mensch und unberechenbarste Künstler, den ich kenne, er spielt auf den Klaviaturen der Kulturindustrie und der subventionierten Hochkultur gleichzeitig und gewissermaßen vierhändig, und was er davon zu erzählen hat, muss die ganze Welt wissen. (...) "Die Frau mit dem Arm" ist nicht einfach der zweite Teil einer Biographie, es ist die Fortsetzung einer Saga, von der man sich wünscht, dass sie nie endet: lehrreich, exzentrisch und sehr, sehr komisch!
(Sven Regener)
Sven Regener ist Musiker (Element of Crime) und Schriftsteller. Seine Romane "Herr Lehmann" (2001), "Neue Vahr Süd" (2004), "Der kleine Bruder" (2008), "Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt" (2013), "Wiener Straße" (2017) und "Glitterschnitter" (2021) waren allesamt Bestseller. Sie wurden verfilmt und in viele Sprachen übersetzt.
Andreas Dorau, Sohn eines Pfarrers, hat mit 15 zufällig einen der größten Independent-Hits der Neuen Deutschen Welle geschrieben: "Fred vom Jupiter" (1982). Dorau gilt seither als Erfinder des subversiven Elektropop-Schlagers und produziert ohrwurmverdächtige Songs mit miniaturartigen Dadatexten. 2015 erschien sein gemeinsam mit Sven Regener verfasstes Büch "Ärger mit der Unsterblichkeit".
"Die Frau mit dem Arm" erscheint am 9. Februar.
Element of Crime gastieren am 21. und 22. September im Wiener Konzerthaus. Tickets gibt es bei oeticket.com.