Bild: Andreas Jakwerth
Nach “Anaana” (2018) und “Welcome to Kookoo Island” (2022) dürften wir uns dieses Jahr auf das dritte Album des burgenländischen Indie-Rock-Duos Cari Cari freuen: “One More Trip Around The Sun” erscheint in etwa einem Monat, am 7. März - die erste und titelgebende Single ist mittlerweile auch schon veröffentlicht und könnt ihr bei uns bereits hören!
Vorbestellbar ist das Album freilich auch schon, darunter in einem Bundle mit rot-gelber Vinyl, Analog-Kamera (wie cool ist das denn!) und Kapperl, das wir im kommenden Sommer fix brauchen werden!
Cari Cari besteht seit den Anfängen 2011 aus Stephanie Widmer am Gesang, Schlagzeug und Didgeridoo, sowie Alexander Köck am Gesang und der Gitarre. Obwohl Cari Cari aus dem malerischen Burgenland kommt, haben Stephanie und Alexander nicht nur in Wien, sondern auch schon London und Hamburg eine Heimat gefunden und wurden von der internationalen Presse abgefeiert: So wurden von IndieShuffle Vergleiche mit The Kills und The XX gezogen, von BestBefore mit Cat Power - und unser geliebtes Radio FM4 attestierte ihnen gar einen Hauch von Ennio Morricone. Und das große Rolling Stone attestierte Cari Cari sogar, die “größte Entdeckung am Primavera Sound in Barcelona” gewesen zu sein. So viele euphorische Lobeshymnen, insbesondere auch außerhalb des deutschen Sprachraums, sind für österreichische Musiker*innen wahrlich selten!
Aber was macht den Sound von Cari Cari so besonders, so einzigartig?
Seit Tag eins ist es halb Insider-Joke und halb Karriere-Fernziel: “Wir machen Musik wie Quentin Tarantino Filme”, haben sie in zahlreichen Interviews bereits gesagt. Und nein, damit sind keine Gewaltorgien gemeint - sondern vielmehr dieser herrliche, manchmal auch nerdige Vintage-Touch, der voller Überraschungen steckt: Cari Cari verbiegt sich nicht für den Erfolg, schmiegt den Sound nicht an irgendeinen Zeitgeist an, lässt sich nicht von irgendwelchen Managern oder Labelmenschen in die ureigene Vision dreinreden.
Vielmehr lassen Stephanie und Alexander sich dabei inspirieren, was sie hören, sehen und lesen und vermitteln in ihrer Musik eine Stimmung - und zwar eine, die sowohl am burgenländischen Erdbeerfeld ankommt, aber auch in Australien oder vor 60.000 Menschen im Vorprogramm von Die Ärzte am Tempelhofer Feld. Es geht nicht darum, Perfektion zu erlangen und demnach glattgebügelt zu klingen, sondern darum, eine euphorisierte Lebenseinstellung zu vermitteln - und das hat zu den Anfängen bestens funktioniert, und das tut es heute noch viel mehr, in einer Zeit, in der die Message, die ein*e Künstler*in vermittelt, mehr im Fokus steht denn je. Cari Cari, mit dem sonnigen Gemüt, klingt in erster Linie nach: Freude. Glück. Frohsinn. FREIHEIT. Cari Cari stößt uns - ganz nonchalant - in die Richtung, auch bei uns selbst nach dem zu bohren, worauf es im Leben eigentlich ankommt: In dieser schnelllebigen Zeit seinem inneren Kompass treu zu bleiben und sich nach der Sonne des Lebens zu strecken. Denn hier, da ruht die wahre Energie.
So sagt Stephanie einmal in einem Interview: “Bob Dylan hat mal gesagt: Du bist erfolgreich, wenn du morgens aufstehst, abends ins Bett gehst und dazwischen tust, was du willst.” Ein hehres Lebensziel, eine Prämisse, die Cari Cari nicht nur selbst verinnerlicht, sondern irgendwie mit der Musik nicht nur ausspricht, anstößt sondern in den geneigten Hörer*innen auch erblühen lässt.
“Nicht nur ein bisschen. Bluna”, das ist ein älterer Werbeslogan einer deutschen Orangenlimonade - und steht für einen frechen, sonnengereiften Geschmack, nachdem man dürstet. Und so klingt das neue Album “One More Trip Around The Sun” von Cari Cari auch: Vielleicht, weil der Klang erfrischend rückwärtsgewandt ist, so wie eben der Werbeslogan: Das Album handelt von der Liebe, von der Kindheit, von Orten, die für die Band ein Zuhause sind - und das in einem Soundgewand, in der die charakteristische Kombination aus Maultrommel und Didgeridoo, gepaart mit der klassischen Rock'n'Roll-Instrumentation, Klangcollagen schafft, die in ihrer Vielschichtigkeit einlullen, streicheln und schmeicheln. So wie Sonnenstrahlen, die die Haut kitzeln. Oder so, wie es sich anfühlt, wenn man im Kreis der Familie oder Freunde eine gute Zeit verbringt.
Das wunderschöne, urige Areal der Wiener Arena in St. Marx ist in einer Großstadt wie Wien vielleicht einer der besten sommerlichen Rückzugsorte, die Konzerte unterm imposanten Schornstein des ehemaligen Schlachthofs ein Erlebnis tausendmal besser als Balkonien. Da kann man sich mit ein, zwei kühlen Biertschi gemütlich auf die Wiese lümmeln und zur untergehenden Sonne der besten Musik, die die Stadt zu bieten hat, lauschen. Einige sommerliche Highlights haben wir an dieser Stelle zusammengetragen:
Bereits am 3. Mai laden Turbobier - Dominik Wlaznys Bierpartei ist ja aktuell ruhend gestellt - zu ihrem trinkfreudigen Punkrock-Inferno des Turbofests. Im Gepäck: Dritte Wahl und Montreal. Feste soll man feiern, wie sie fallen!
Wie geht der Spruch? “Heute Nacht! Oder nie!” Dies dürfte wohl auch das Motto der deutschen Punkrocker Madsen sein, die auf den Tag genau (!) am 30. Mai mit Kapa Tult den 20. Geburtstag ihres Debütalbums feiern. Das macht richtig Bock!
Sie kommen in Frieden, versprechen die deutschen Politpunker Feine Sahne Fischfilet für den 4. Juni. Aber das ist nicht nur ein ganz schönes Versprechen, sondern auch der Titel ihres neuen Albums - die erste Single gibts bereits!
Danger Dan & Co. kommen wieder - und zwar am 12. September. Erst letzten September gabs das neue Antilopen Gang-Album “Alles muss repariert werden”, aber jetzt muss mal der 15. Geburtstag mit Eskapismus gefeiert werden!
Seit einer Dekade steht Lemo für Musik in ihrer reinsten Form, und so war sein letztjähriges “Unplugged in Wien”-Album aufgelegt. Nach der Single “Träum” hoffen wir, dass er am 7. Juni bereits sein neues Album im Gepäck hat!
Leider mussten My Ugly Clementine ihren Gig letzten Sommer wegen der Unwetter verschieben, aber so kommen wir am 13. September in den Genuss der drei - mit dabei sind auch Cousins Like Shit und Philine Sonny. Yay!
Zwar hat Christopher Seiler die Supergroup und ÖFB-Hymnenschreiber Aut Of Orda mittlerweile wieder verlassen, aber Daniel Fellner und Paul Pizzera brettern am 14. August trotzdem mit ihrer 7-köpfigen Band über die Bühne!
Dieses Jahr sind sie wieder einmal für den Amadeus nominiert: Granada. Ob sie geehrt werden, wissen wir freilich noch nicht - aber zumindest, dass sie am 16. August 10 Jahre unvergesslicher Momente feiern werden!
Gleich zwei Tage, am 22. & 23. Juli, feiert Jan Delay mit seiner Disko No. 1 seinen 25. Geburtstag - und das heißt auch für sein Publikum: Groove, Schweiß und Raven! Ein Garant für glückliche Gesichter werden diese Abende!
Gerade erst waren Element Of Crime noch im Kino zu sehen, nun sieht man sie wieder dort, wo sie wirklich hingehören - auf der Bühne, und zwar am 11. Juli! Das Motto des Abends: “Unscharf mit Katze” (Katzencontent zieht.)
Große Hoffnungen, eine kanalisierte Wut, fiebrige Leidenschaften und eine süßlich verstörende Ergriffenheit - das alles packt Matt Johnson alias The The irgendwo zwischen Rock, Blues, Folk und Soul am 30. Juni aus!
Die große Soul-Stimme Joy Denalane und Freundeskreis-Max Herre erzählen auf ihrem himmelwärts strebenden Debüt “Alles Liebe” von der Liebe in allen Schattierungen und schicken sich an, am 20. Juli die Liebe auch bei uns zu verströmen!
Kann man sich eigentlich an “Cordula Grün” oder “Expresso & Tschianti” satthören? Ich glaube nicht. Aber trotzdem begrüßen wir es sehr, dass Josh. an einem neuen Album schreibt - und wir am 24. September davon hören!
Erst kürzlich haben wir mit Christina Stürmer übers Mamasein gesprochen - aber natürlich freuen wir uns, dass ihre (beeindruckende) Karriere deswegen nicht ruhen muss und sie uns am 4. Juli mit ihrer MTV Unplugged-Show erfreut!
Das Wiener Electronica-Duo HVOB öffnet mit “The Silver Cage” einen neuen Zyklus und schickt sich an, am 11. September auch mit ihrer neuen, beeindruckenden Lichtshow alle Möglichkeiten auszuloten. Das wird fix beeindruckend!
Wien & der Wiener sind ja nicht überall mit Lobes-Hymnen überhäuft, sehr wohl aber Der Nino aus Wien, der am 7. September mit seiner AusWienBand seinen ureigenen “Hirschstettner Soul” kredenzt. Oida! Leiwand!
Bereits vergangenen Sommer war der Schweizer Faber gleich zweimal (!) in der Arena zu hören, nun kommt er am 2. Juli zurück, um erneut mit mitreißender, eleganter, unverkopfter Musik über Leben, Leiden und Liebe zu singen.
Irgendwo zwischen Gypsy-Jazz, Bossa Nova, Wienerlied und Folk tänzeln die Wiener Buntspecht seit 10 Jahren, zuletzt auf der Single “Wenn du jetzt gehst”. Am 20. September heißt es dann aber eher: Wenn du jetzt kommst!
Am 28. September ist der Sommer zwar schon fast vorbei, aber mit den Hamburgern Meute kommt da nochmal Stimmung auf: Ja, Elektro-Beats mit Blasinstrumenten funktionieren tatsächlich saugut!
Direkt aus der kanadischen Prärie kommt ein Sound, irgendwo zwischen Folk und Bluegrass - dieser hört auf den Namen The Dead South und reitet bei uns am 29. Juli ein. Statt dem Cari Cari-Kapperl gibts diesmal Cowboy-Hüte!
Am 27. August tanzen wir bei GOAT und mit Spaßzigaretterl zu einem unpackbar geilen Soundmix zwischen Psych-Rock und Afrofuzzfunk so wie es wohl damals in den Siebzigern gewesen sein muss hinein in die Transzendenz …
Drinnen in der Halle darf man ja kein Feuer machen. Draußen aber zumindest ein “kleines”: Paula Hartmann zündet selbiges am 26. Juni an - und singt dazu Geschichten aus der Großstadt, dem dunklen Westen Berlins.
Zumindest wohin Majan kommt, das können wir verraten: In die Arena. Und auch das “wann”: Am 6. September. Im Gepäck hat er eine einzigartige Kombination aus Rap, Pop und Sitcom: unkonventionell, aber geil!
Mittwoch ist Schnittwoch, und am 21. Mai erst recht: Denn da kehren die Hardcore-Legenden Pennywise ein, im Schlepptau haben sie Propagandhi, Comeback Kid, The Iron Roses und Dead Pioneers: "Clear your head!"
In dem Sinne:
Antwort:
Bald. In der Arena. Geil!