Weg vom Heavy Petting, zurück zum Heavy Metal: Bedingt durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und die teilweise Verschmelzung mit anderen Musikstilen brach der enge, wenngleich ikonische Szenebegriff sukzessive auf und heute existieren – je nach Image und Spielart – zahlreiche Sub-Genres, „Heavy Metal“ inklusive – der Überbegriff heißt heute kurz und bündig: Metal. Und in diesem musikalischen Koloss gibt es neben dem klassischen Heavy Metal auch den
Black Metal, wo sich alle wie Pandas anmalen, Kirchen anzünden und scheinbar nebenbei hysterisch wie ein Marktweib keifend tausend Tode sterben. Alles in Schwarz-Weiß, natürlich. Da gibt es aber auch den
Thrash Metal, der sich – obwohl es für handelsübliche Ohren nicht nachvollziehbar scheint – bewusst mit „h“ schreibt, denn hier geht es tatsächlich um das Prügeln (to thrash), das augenscheinliche Malträtieren der Instrumente, und nicht um (akustischen) Müll (trash). Und da gibt es den
Viking Metal, wo sich alle lange Bärte wachsen lassen und muntere Seemannslieder tönend von der nordischen Marine anwerben lassen. Oder auch den
Progressive Metal, der gewissermaßen das musikalische Äquivalent dessen ist, was sich Frauen in der Horizontalen wünschen: ein elendslanges, feinfühliges, aber doch manchmal forsches Vorspiel, das sich irgendwann, nach Äonen, in einem eruptiven Klimax aufbäumt. Und ja, natürlich gibt es auch den
Death Metal, bei dem die Sänger üblicherweise so … ähm … „singen“, wie andere zu fortgeschrittener Stunde stark alkoholisiert der Oraldiarrhoe frönen. Und und und. Selbst Interessierte verbringen Jahrzehnte ihres Lebens, da
wirklich durchzublicken. Nicht auszudenken, wie mühsam das für Nicht-Interessierte sein muss.