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Disney+ zeigt mit "Never Too Late" einen Dokumentarfilm über Elton John

16.12.2024 von Stefan Baumgartner

Vor anderthalb Jahren hat der britische Pop-Star Elton John seine Abschiedstournee beendet - zuletzt spielte Elton John im Mai 2019 zwei umjubelte Shows in der Wiener Stadthalle D, gefolgt von einem finalen Österreich-Konzert am 3. Juli 2019 am Messe Freigelände in Graz. Allerdings ist er im Gegensatz zu vielen seiner Musiker-Kolleg*innen so ehrlich um gleich zu sagen: Einmalige Auftritte sind für den fast 80-Jährigen in Zukunft nicht zwingend ausgeschlossen. Dennoch ist es für ihn nun der richtige Zeitpunkt, auf sein bewegtes Leben zurückzublicken: Seit 13. Dezember können wir auf Disney+ "Elton John: Never Too Late" streamen.

Emotionen, Emotionen, Emotionen

Unter der Regie von R.J. Cutler (der auch "Billie Eilish: The World's a Little Blurry" verantwortete) und David Furnish (der bereits auch filmische Erfahrung mit Elton John hat, stammt aus seiner Feder immerhin "Rocketman" mit Taron Egerton) entstand der Dokumentarfilm über Elton John, der in einer emotionalen, intimen und bereichernden Reise zurückblickt auf sein Leben und die erstaunlichen Anfänge seiner 50-jährigen Karriere. Während er sich auf sein letztes Konzert in Nordamerika im Dodger Stadium vorbereitet, nimmt uns Elton John mit in die Vergangenheit und erzählt von den außergewöhnlichen Höhen und herzzerreißenden Tiefen seiner frühen Jahre und wie er Widrigkeiten, Missbrauch und Sucht überwand, um die Ikone zu werden, die er heute ist.

Gerade für Furnish, der mit Elton John bekanntlich verheiratet ist, war "Elton John: Never Too Late" eine besondere Herausforderung:

Es ist schwieriger, weil es einen emotional berührt. Besonders wenn man über Themen wie Sterblichkeit und das Ende von etwas spricht, das eine Person fast ihr gesamtes Leben definiert hat.

(David Furnish)

Apropos Taron Eagerton: An seiner Seite spielte Elton John in "Kingsman: The Golden Circle" (2016) sich selbst - ein absolutes Highlight!

Was unterscheidet "Never Too Late" von "Rocketman"?

Während "Rockemtman" aus dem Jahre 2019 ein Musical-Drama war, das chronologisch das Leben von Elton John erzählte, ist "Elton John: Never Too Late" keine chronologische oder gar vollständige Biografie. Insbesondere die Achtziger und Neunziger werden ausgeklammert, Furnish und Cutler konzentrieren sich auf die Siebziger, als Elton John seine Homosexualität öffentlich machte und auf die 2020er, als er von der großen Bühne abtrat.

Somit kann man sagen, dass "Elton John: Never Too Late" die zwei vielleicht wichtigsten Lebensentscheidungen von Elton John Revue passieren lässt - zum einen den Moment, als er auf dem absoluten Höhepunkt seines Ruhms als Rock-'n'-Roll-Ikone dennoch zutiefst unglücklich ist und Erlösung in seinem Outing findet, und dies zu einer Zeit, als der Preis für eine derartige Offenheit noch extrem hoch sein konnte. Zum anderen die Entscheidung, als er das Touren aufgibt, um bei seiner Familie zu sein: Als er mit 63 Vater wurde, war er ohnehin schon alt und möchte nun fortan so viel Zeit wie möglich mit seinen beiden Kindern verbringen. Mehr Emotion geht nicht!

+++ Der König der Löwen +++

In seiner bewegten Karriere war die Filmmusik zu "Der König der Löwen", die Sir Elton John gemeinsam mit Hans Zimmer verfasste, sicherlich eines der größten Highlights. Wenngleich es unwahrscheinlich ist, dass wir Elton John persönlich noch einmal in Österreich erleben dürfen - zumindest seine Filmmusik dürfen wir im Rahmen von "Der König der Löwen - Live in Concert" nochmals hören.

Zwischen 14. Jänner und 13. Februar werden im Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus, in der Salzburgarena, in der Wiener Stadthalle F und der Stadthalle Graz unter der künstlerischen Leitung von Stephen Ellery Solisten, Chor und Musiker der Cinema Festival Symphonics die ergreifenden Hits wie "Hakuna Matata", "Circle of Life" und "Can You Feel The Love Tonight" von der Ewigkeit nochmals auf die Bühne holen! Animiert wird dieses emotionsreiche Erlebnis von Video-Clips, die die Zuschauer direkt in die afrikanische Savanne entführen.

Mehr Informationen findet man [hier].

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