Wir haben schon immer gefährlich gute Filme gezeigt, sprich solche, die als ganz klare Signale gegen Ignoranz, Diskriminierung und Vorurteile zu verstehen sind und die oft brennende gesellschaftspolitische Themen zum Inhalt haben. [...] Gleichzeitig handelt es sich dabei praktisch ausnahmslos um Werke, die durch ihre künstlerische Qualität, ihre Originalität und ihre Kreativität beeindrucken. (Magdalena Żelasko, Gründerin und Festivaldirektorin von LET'S CEE)
In diesem Sinne werden bei der sechsten Ausgabe des
LET'S CEE Film Festival ausgewählte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 25 mittel- und osteuropäischen
Ländern unter dem Motto
Gefährlich gute Filme gezeigt. Neben Josef Hader, Stefan Ruzowitzky und Ruth Beckermann hat ebenso die Grande Dame des ungarischen Kinos, Márta Mészáros, ihr Kommen zugesagt.
Prominente Gäste
Besondere Beachtung wird dieses Jahr dem Filmschaffen aus Polen, Ungarn und Slowenien zuteil. Die 86-jährige Grande Dame des ungarischen Kinos,
Márta Mészáros, ist bei der sechsten Ausgabe zu Gast. Mészáros ist die erste Frau, die in Ungarn jemals einen Spielfilm inszenierte. Zudem gewann die ungarische Regie-Ikone 1975 den Goldenen Bären, 2007 erhielt sie die Berlinale Kamera für ihr Lebenswerk, zehn Jahre darauf den Konrad-Wolf-Preis ebenso fürs Lebenswerk und wurde in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.
Unter den weiteren prominenten Gästen befinden sich der erfolgreiche Produzent
Yarif Lerner, zuletzt mit "The Hitman's Bodyguard" (u.a. mit Ryan Reynolds, Samuel L. Jackson und Gary Oldman in den Hauptrollen) medial vertreten, Schauspiel-Größen wie der Tscheche
Karel Roden (bekannt aus "Blade II", "Die Bourne-Verschwörung") und die vor alledem im arabischen Raum beachtete
Saba Mubarak. Aus der Riege heimischer Filmschaffender sind beispielsweise J
osef Hader,
Stefan Ruzowitzky und
Ruth Beckermann persönlich anwesend. Die im deutschen Feuilleton als der "klügste Pornostar der Welt" bezeichnete
Stoya (Jessica Stoyadinovich) und die zweifache Emmi-Gewinnerin
Andi Gitow vertreten New York.
Statements und eine Anmeldung zum Marathon
Im Rahmen der vier Wettbewerbe, die mit zahlreich international ausgezeichneten Filmen stark besetzt sind, sind insgesamt 50 Österreich-Premieren zu sehen. Eröffnet wird das Festival mit der estnisch-polnisch-niederländischen Koproduktion
November von Rainer Sarnet. Die bizarr anmutende Literaturverfilmung, die zwischen "Grimmschen Märchen, osteuropäischer Folklore und Fiebertraum" (Variety) angesiedelt ist, antwortet Festivaldirektorin Żelasko zufolge auf die US-Produktion "Shape of Water". Das Werk des estnischen Regisseur erhielt zuletzt beim Tribeca Film Festival für seine sensationellen Schwarzweiß-Bilder den Preis für die beste Kamera.