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Musical & Show

"Herzblatt" auf der Musical-Bühne: Der Welterfolg "Die Schöne und das Biest" kehrt nach Wien zurück!

20.11.2025 von Stefan Baumgartner

Mit Disneys “Die Schöne und das Biest” kehrt eines der weltweit erfolgreichsten Musicals in die österreichische Hauptstadt zurück: Die imposante, spektakuläre Neuinszenierung premiert im Herbst 2026 im Wiener Raimund Theater.

Mit ”Märchen schreibt die Zeit" beginnt der romantische Titelsong von “Disneys Die Schöne und das Biest”: Die Handlung des Musicals geht auf ein französisches Märchen aus dem 17. Jahrhundert zurück, welches 1740 erstmals gedruckt erschien. Seitdem begeistert die Geschichte des schönen Mädchens Belle und dem schaurigen Biest Groß und Klein:

An einem kalten Winterabend klopft eine Bettlerin an die Türe des Schlosses und bittet um Unterkunft für eine Nacht. Als Dank dafür bietet sie eine rote Rose. Doch der Prinz ist ein herzloser Mensch und schickt sie fort. Da verwandelt sich die Bettlerin in eine Fee und verwünscht den Prinzen, er wird zu einem schrecklichen Biest und alle Bediensteten des Schlosses zu Gegenständen. Nur die wahre Liebe eines Menschen, so die Fee, würde das Biest und alle anderen wieder erlösen.

Jahre später kommt der Erfinder Maurice durch Zufall zum Schloss und betritt dieses. Er wird von den Bediensteten freundlich empfangen. Doch das Biest ist über sein Eindringen erzürnt und wirft ihn in den Kerker. Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt sich seine Tochter Belle zu sorgen und macht sich auf die Suche nach ihm. Schließlich kommt auch sie zum Schloss und findet dort ihren kranken Vater im Verlies. Sie kann das Biest überzeugen, dass es ihren Vater freilässt und dafür sie im Schloss bleibt. Die Bediensteten sehen eine Chance gekommen, endlich den Fluch zu brechen.

Doch das Biest schafft es nicht so einfach, sein grobes Verhalten Belle gegenüber abzulegen. So flieht Belle aus dem Schloss und wird dabei von Wölfen angefallen. Das Biest sieht dies in seinem magischen Spiegel und eilt ihr zu Hilfe. Er kämpft mit den Wölfen und Belle könnte die Gunst der Stunde nutzen und weiter fliehen - sie erkennt aber, dass das Biest verletzt ist und bringt es zurück in das Schloss. Schön langsam entwickelt sich eine zarte Romanze zwischen den Beiden. Das Biest zeigt Belle seinen magischen Spiegel und sie sieht darin ihren Vater durch den Wald irren: Er hatte sich aufgemacht, um nun sie zu retten. Das Biest erlaubt Belle das Schloss zu verlassen - nun scheint alle Hoffnung auf eine Erlösung dahin zu sein … Aber Belle ist nicht nur schön, sondern auch gutherzig - und so darf man natürlich ein Happy-End erwarten!

Die Zutaten für einen klassischen Disneyfilm ...

Schon 1899 kam es zu einer ersten Verfilmung des Stoffes in Frankreich und es folgten über 20 weitere filmische Versionen des Stoffes. Bei Disney gab es bereits in den dreißiger Jahren Pläne, den Stoff als Zeichentrick zu verwirklichen, aber erst in den Achtzigern wurden diese in die Tat umgesetzt. 1991 hatte der Zeichentrickfilm seine Premiere und erhielt unter anderem einen Golden Globe, einen Oscar und einen Grammy sowohl für die beste Filmmusik als auch für den besten Song ("Beauty and the Beast"). Damals schrieb der New York Times-Kritiker Frank Rich, dass “die beste Musicalmusik des Jahres nicht auf dem Broadway, sondern im Kino zu hören” war - mit besonderem “Ohrenmerk” auf die große Ensemble-Nummer “Sei hier Gast”, die an die große Zeit der Pariser Varietés erinnerte. Gewissermaßen legte also er den Grundstein für die folgende Musicalfassung.

Der Titelsong zum Disney-Film wurde mit Celine Dion aufgenommen, die Musik komponierte Alan Menken und der Text stammte von Howard Ashman; das Duo schrieb unter anderem auch die Songs zum Disney-Zeichentrickfilm “Arielle, die Meerjungfrau” sowie das Musical “Der kleine Horrorladen”. Nach dem frühen Tod Ashmans schloss sich Alan Menken mit dem Texter Sir Tim Rice (der in seinen Anfängen viel mit Andrew Lloyd Webber gearbeitet hatte: unter anderem schrieb er mit ihm “Jesus Christ Superstar” und “Evita”) zusammen. Die beiden schufen dann die erweiterte Musik und zusätzlichen Lieder für das Musical.

... sind auch die Zutaten für ein Musical

Am 18. April 1994 feierte das Musical im Palace Theatre am Broadway seine Weltpremiere. Seitdem wurde es alleine am Broadway weit über 5.000 mal gespielt und in über 100 Städten in mehr als drei Dutzend Ländern konnten die Menschen in den letzten dreißig Jahren die romantische Liebesgeschichte mitverfolgen.

Bereits am 28. September 1995 erfolgte die deutschsprachige Erstaufführung durch die Vereinigten Bühnen Wien am Raimund Theater. Die größte Herausforderung für die Umsetzung auf der Bühne war damals die Entwicklung der Kostüme: werden doch die Bediensteten des Schlosses im Laufe der Handlung immer mehr zu Gegenständen! So wird Lumière, der Oberkellner des Schlosses, ein Kandelaber, der Major Domus Herr von Unruh wird eine Standuhr, die Köchin Madame Pottine verwandelt sich in eine Teekanne und ihr Sohn Tassilo in eine Teetasse.

Und nun, dreißig Jahre später, kehrt “Disneys Die Schöne und das Biest” wieder ins Raimund Theater zurück - und feiert im Herbst 2026 erneut Premiere, in einer spektakulären und imposanten Neuinszenierung. Für diese zeichnen die Mitglieder des originalen Kreativteams verantwortlich, darunter Komponist Alan Menken, Texter Sir Tim Rice, Bühnenbildner Stanley A. Meyer und Kostümdesignerin Ann Hould-Ward. Die Besetzung hingegen, die wird noch in der Schublade von Madame Kommode gut versteckt gehalten und zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Smalltalk-Trivia

Vor dem Besuch von “Die Schöne und das Biest” kommenden Herbst im Raimund Theater bietet sich ein Gläschen Sekt perfekt an, um mit der Begleitung noch rasch ein paar funkelnde Trivia-Häppchen auszutauschen: 

Wusstet ihr zum Beispiel, dass Belle die einzige Dorfbewohnerin im Disney-Film ist, die blaue Kleidung trägt? Nicht nur, dass das ihre Außenseiterinnen-Position verdeutlichen soll, auch hat dies der amerikanischen Farbspezialistin Leatrice Eiseman zur Folge auch einen feministischen Hintergrund: Die Farbe Blau repräsentiert den Himmel - und Macht. Somit ist es eine subtile Message im Film zu sagen, dass auch junge Mädchen mächtig sein können.

Viele denken beim Biest vielleicht an einen Werwolf oder an die griechische Mythologie und den Minotaurus. Tatsächlich setzt sich das Biest aus mehreren Kreaturen zusammen: Es hat die Hörner eines Büffels, die Klauen und den Körper eines Bären, die Brauen eines Gorillas, den Kiefer und die Mähne eines Löwen, die Hauer eines Wildschweins und die Beine und den Schwanz eines Wolfes.

In zahlreichen anderen Disney-Filmen gibt es Referenzen zur “Die Schöne und das Biest”: In “Der Glöckner von Notre Dame” läuft Belle über die Straße, Terk in “Tarzan” verwendet das Geschirr aus dem Schloss von Prinz Adam, der in seiner Biest-Verwandlung in “Aladdin” als Spielzeug auftaucht. Dafür sind ganz am Anfang des Filmes “Die Schöne und das Biest” Wegweiser im Wald sehen - einer davon führt nach “Anaheim”, die Heimat vom Disneyland!

“Karate Kid”- und “Rush Hour”-Schauspieler Jackie Chan spricht das Biest in der chinesischen Filmfassung - einschließlich des Gesangs!

Bei der Wien-Premiere von “Die Schöne und das Biest” wurde Lumière von Kabarettist und Musiker Viktor Gernot gespielt! Dies war nicht seine einzige Rolle in der Welt des Musicals, in “Elisabeth” spielte er etwa den Kaiser Franz Joseph, in “Les Misérables” Grantaire/Bamatabois und Mr. Thenardier. Aktuell steht er mit Thomas Stipsits ("Lotterbuben") auf der Bühne, und gemeinsam mit Simone Kopmajer.

Perfekte Gesprächsanstöße, bevor sich im Saal selbst der Vorhang hebt!


Live-Termine


Disneys Die Schöne und das Biest

ab Herbst 2026 | Wien, Raimund Theater


Infos auf dem Stand vom 20.11.2025  

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