Bild: Emma Toma
Am 3. Juli eröffnen Fat Dog für die Foo Fighters im Ernst-Happel-Stadion: Ihre zwei neuen Singles versprechen, dass das Oval brodeln wird! Ihr zweites Album “Cancel Me (I'm Tired)" erscheint dann am 2. Oktober.
Okay, zuerst einmal die Hardfacts für all diejenigen, die noch gar nicht wirklich mitbekommen haben, wer übermorgen - neben den britischen Post-Punk-Ikonen Idles - vor den Foo Fighters im Happel auf die Bühne geht: Fat Dog wurden 2020 in London gegründet - während der Corona-Lockdowns. Nur wenig später schon wurden sie als die “heißesten Newcomer” bezeichnet und ihre Single “King Of The Slugs” als einer der geilsten Songs des Jahres 2023 bezeichnet. Bei der wüsten Mischung aus Dance, Punk und Klezmer ist es aber auch ein Leichtes, sowohl am heimischen Äther, wie auch live - etwa im Vorprogramm der Viagra Boys - dafür zu sorgen, dass Alt und Jung gleichermaßen steil gehen, als hätte man sich eine ziemlich wagemutige Mischung aus Speed und Energydrink intrakardial ins Nervensystem geballert: “Unsere Musik ist das genaue Gegenteil von Denkmusik”, verriet mir einer der Jungs nach ihrem Österreich-Debüt 2024er am Grazer Elevate am Merch, nachdem sie das Orpheum mal aus dem kleinen Zeigefinger heraus dekonstruiert hatten. Und tatsächlich: Ans Denken denkt man bei Fat Dog nicht wirklich - eher an: ein oder zwölf Bier zu viel zu trinken, zu tanzen, zu schmusen und vielleicht auch ein bisschen am Boden herumkullern.
Diesen livehaftigen Ersteindruck festigten sie mit ihrem parallel erschienenen Debütalbum “WOOF.”: Wer sich irgendwo zwischen den Sleaford Mods, Fontaines D.C. und Idles heimelig fühlt, wird auch bei Fat Dogs abgefuckten Jazzpunkelectrodub-Rotz die Lauscher spitzen.
Mit den letztgenannten, den Idles aus Bristol, haben sie jedoch nicht nur die musikalische Bubble gemein - sie beide werden diesen Freitag auch im Vorprogramm der Foo Fighters im Ernst-Happel-Stadium die Regler auf die 11, die Bier auf die 12 und die Stimmung auf die 13 drehen - ein frühes Kommen (siehe Zeitplan: Fat Dog spielen um 17:15 Uhr, Idles um 18:15 Uhr) lohnt sich also definitiv!
Während die Idles zuletzt nach ihrem “Tangk”-Album (2024) vergangenes Jahr den Soundtrack zu Darren Aronofskys “Caught Stealing”, ein knallhartes Gangsterdrama mit Austin Butler und Lenny Kravitz' Tochter Zoe in den Hauptrollen stifteten, gab es von Fat Dog vor zwei Monaten die neue Single “Go Fuck Urself” zu hören. Seit gestern gibt es nun die zweite neue Single, “Cancel Me (I'm Tired)” - gleichzeitig auch der Titel ihres zweiten Albums, das am 2. Oktober erscheint.
Überraschend dabei: Die beiden Stand-Alone-Tracks “Peace Song” und “Pray To That” aus dem vergangenen Jahr werden am Album nicht vertreten sein, dafür acht weitere Stücke: “Smile And Wave”, “Heart Of Darkness”, “Shit Love”, “Call It What You Want”, “Snakes”, “Bad Dog”, “The Devil” und “Aliens”. Das Album ist bereits vorbestellbar - unter anderem im Bundle mit Schaumstofffinger, der universell einsetzbar ist …
Ganz ehrlich: Natürlich wissen die Foo Fighters, was sie tun. Wenn aber die Idles und Fat Dog für sie ein Konzert eröffnen, werden sie sich nochmals extra bemühen müssen, dass sie im direkten Vergleich nicht abstinken …