Christian Spatzek setzt heuer mit
Der Diener zweier Herren erneut - nach "Mädl aus der Vorstadt" 2017 - auf einen Komödienklassiker beim Theater Sommer Parndorf. Das bekannte Werk von Carlo Goldoni gilt mit seinen typischen Figuren und der traditionellen Handlungsführung als Idealform der Commedia dell'arte. Mit Spatzek in der Rolle des Dieners ist Goldoni als neu übersetztes Singspiel ab
6. Juli zu sehen.
"Eine kleine Rialto-Brücke - und Wasser haben wir auch"
Spatzek begründet die Abwandlung zum Singspiel gegenüber dem ORF damit, dass "wir mit der deutschen Übersetzung, die es im Reclam-Heft gibt, nicht zufrieden waren. Es war auch eine Fassung, die nicht dem Original entspricht. Es wurde gekürzt, Szenen falsch übersetzt und niedergeschrieben."
Für die Neuübersetzung verantwortlich zeichnet sich der musikalische Leiter Peter Uvira, den das "Kaisermühlen Blues"-Original und sein Team - mit leichtem Augenzwinkern versteht sich - "extra aus Italien einfliegen haben lassen".
Ich wollte nicht nur - wie das bei Nestroy oft ist - aus der Handlung aussteigen, sondern dass die Musik an wichtigen Stellen ist - Opening, Finale, Auftrittslieder. (Peter Ulvira im Interview mit dem ORF, 12.05.18)
Neben Georg Kusztrich, Barbara Kaudelka, Bernd Spitzer, Anna Sophie Krenn, Sophie Stocker und Kurt Hexmann auf der Bühne, verkörpert Spatzek selbst den Diener Truffaldino. Für die Figur des Narren ist man nie zu alt, auch wenn der 61-Jährige anmerkt, dass "das Gehüpfe nicht mehr so einfach ist". Und die Bühne? "Weil das Stück in Venedig spielt, gibt's eine kleine Rialto-Brücke... und Wasser haben wir auch", schmunzelt die Intendanz. Ja dann - auf einen erfolgreichen Theater Sommer in Parndorf!