Initiator Christian Becker – im Namen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler – über die Idee des „Humanity Train“:
Menschlichkeit und Empathie scheinen im weltweiten Spiel um Macht bewusst verdrängt zu werden. Auch in Österreich wird mit populistischen Maßnahmen gearbeitet, die die Gesellschaft ohne jede Rücksicht auf Würde und Respekt zu spalten drohen. Diese Tatsache wird laufend durch fragwürdige, oft menschenverachtende Ideen und strategisch formulierte, provokante Wortmeldungen untermauert.
Der Begriff „Heimat“ wird missbraucht, Begriffe wie „Flüchtling“ werden oft durch kriminalisierende Attribute ergänzt. Zugleich wird von Problemen wie Kinderarmut, Pflegenotstand, Klimawandel und anderen thematischen Schwergewichten gekonnt abgelenkt, indem Ängste geschürt und Sündenböcke präsentiert werden.
Derartigen Kräften mit Wut und Aggression zu begegnen, wäre ein Kampf mit deren eigenen, unappetitlichen Waffen. Von Künstlern darf man verlangen, dass sie Herzensbildung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Diesem Anspruch möchten wir mit der Veranstaltung am 27.11.2019 und weiteren Aktivitäten in der Zukunft gerecht werden. HUMANITY TRAIN ist ein klares Bekenntnis zur Menschlichkeit und Empathie im Schulterschluss aller mitwirkenden Künstlerinnen & Künstler und Organisatoren. Hier hat sich eine Gesinnungsgemeinschaft zusammengefunden, die mit positiver Energie an einem Strang zieht, die Würde des Anderen klar vor Augen hat und diese im Umgang mit dem Gegenüber respektiert.
Ob eine Gesellschaft damit umgehend und zur Gänze überzeugt werden kann, sei dahingestellt. Der Gedanke von HUMANITY TRAIN kann sich jedoch verbreiten und Überzeugungsarbeit für ein würdevolles Miteinander leisten – im eigenen Umfeld und über die Grenzen hinaus.
HUMANITY TRAIN soll als Plattform für die Zukunft auf Schiene gebracht werden und positiv denkende Dauerfahrgäste, die Menschlichkeit und Einigkeit in unserer Gesellschaft als Ziel haben, mit Herz und Verstand auf ihrer Reise begleiten.
Die Einnahmen der Veranstaltungen werden nach Abzug der Kosten und Spesenersatz für die auftretenden Künstlerinnen und Künstler auf Organisationen aufgeteilt, die sich mit der Arbeit für Flüchtlinge und Pflege, gegen Kinderarmut und Klimawandel, sowie in anderen humanitären Angelegenheiten engagieren.