Mayhem ist eine norwegische Black-Metal-Band, gegründet 1984 in Langhus von Øystein „Euronymous“ Aarseth, Jørn „Necrobutcher“ Stubberud und Kjetil „Manheim“ Manheim. Sie gilt als eine der einflussreichsten Formationen des Genres und prägte den norwegischen wie internationalen Black Metal maßgeblich bis 1994.
Die frühen Jahre waren von Bands wie Venom, Bathory und Hellhammer inspiriert. Nach ersten Demos erschien 1987 die berüchtigte EP "Deathcrush", die den Grundstein für den kompromisslosen Sound legte. Mit dem schwedischen Sänger Dead und Drummer Hellhammer fand Mayhem Ende der 80er zu ihrer ikonischen Besetzung. Dead prägte mit seiner morbiden Bühnenpräsenz und düsteren Texten das Image der Band entscheidend.
1990 wurde das Live-Album "Live in Leipzig" aufgenommen, kurz bevor Dead 1991 Selbstmord beging – ein tragischer Wendepunkt in der Bandgeschichte. Während der Aufnahmen zu "De Mysteriis Dom Sathanas" (1994) wurde Euronymous von Varg Vikernes (Burzum) ermordet. Dieses Album, bis heute ein Meilenstein des Black Metal, erschien posthum und gilt als Kultklassiker.
Ab 1995 formierte sich Mayhem neu mit Necrobutcher, Hellhammer, Maniac und Gitarrist Blasphemer. Es folgten Veröffentlichungen wie "Wolf’s Lair Abyss" (1997), das experimentelle "Grand Declaration of War" (2000), das kompromisslose "Chimera" (2004) und das düstere "Ordo Ad Chao" (2007), das einen Spellemannprisen gewann. Mit "Esoteric Warfare" (2014) und "Daemon" (2019) bewies die Band ihre anhaltende Relevanz in der extremen Musikszene.
Bekannt für kompromisslose Bühnenperformances, Skandale und musikalische Radikalität, verkörpert Mayhem bis heute den Kern norwegischer Black-Metal-Mythologie. 2021 erhielt die Band den norwegischen Musikpreis Spellemannprisen für ihr Lebenswerk.