Mit über 15 Millionen Streams ("Washed Up") und Auftritten bei Festivals wie dem Reeperbahn Festival oder Eurosonic steht eines fest: Sharktank sind ein fester Bestandteil der österreichischen und deutschen Musikszene geworden. Und seit ihrem Debüt "Get it Done" (veröffentlicht im Juni 2021) hält sich das Gerücht, dass der internationale Durchbruch nicht mehr lange auf sich warten lässt. Mit "Acting Funny", das am 24. März 2023 erscheint, bringen sie ihr zweites Album heraus und zeigen sich extravagant experimentierfreudig. Sharktank bleibt Sharktank - nur facettenreicher.
Die Band versteht es meisterhaft, eingängige melodische Vocals, Synth-Sounds, Rap, Rock und Pop zu verweben, ohne dass es sich wie ein misslungenes Snack-Mix-Pack anfühlt. Federleicht beweisen sie, was es heißt, gegen den Strom zu schwimmen und gleichzeitig mitzuschwimmen, ohne sich festzufahren; Wiedererkennungswert, eine Nominierung für den Amadeus Music Award 2022 (Kategorie Alternative) und eine Live-Session beim amerikanischen Sender NPR inklusive.
Alles begann 2020, als Marco Kleebauer, den wir als Multiinstrumentalist und Produzent (Leyya, Bilderbuch) schon länger verfolgen, und Mile Lechner, Hip-Hopper aus Leidenschaft, den Sharktank-Prototyp gründeten. Ein Telefonat später war auch Katrin Paucz mit an Bord. Was als melodische Garagenband-Karriere für die Wienerin begann, entwickelte sich schnell zur Gitarristin bei Bilderbuch, bevor sie just im richtigen Moment zum Hörer griff.
Zu dritt empfinden sie das Produzieren als intuitive Reaktion aufeinander, alles fließt sehr leicht. "Wir fangen fast immer bei null im Studio an, das ist für mich so ein bisschen ein Zurück zu den Wurzeln", sagt Mile, der in Schulpausen mit dem Rappen begann, unzählige, noch unveröffentlichte Aufnahmen sammelte, ein paar Jahre Musik "just for fun" machte und im Herzen Hip-Hopper ist. Sharktank war sein Ausgangspunkt - und auch der für ein neues musikalisches Spannungsfeld, das "eine Nische auf dem deutschsprachigen Musikmarkt öffnet, von der wir nicht wussten, dass es sie gibt" (Diffus), dem wir an dieser Stelle gerne das Wort international hinzufügen möchten: Sharktank schwimmt gegen den Strom.
Die Songtexte entstehen fast wie ein Ping-Pong-Spiel zwischen Katrin und Mile, Elemente wie Marcos Drum-Loops mischen sich ein und umgekehrt. "Es ist ein Geben und Nehmen und es passiert immer etwas." Was wenige wissen: Katrin und Mile kannten sich lange nicht persönlich, obwohl das Trio schon offiziell eine Band war. Aufgrund voller Terminkalender entstand die Arbeit meist in separaten Sessions und erst bei den ersten Live-Auftritten standen die beiden schließlich physisch Seite an Seite auf der Bühne. Der Schritt von "Get it Done" (veröffentlicht Juni 2021) zu "Acting Funny" (erscheint März 2023) ist deutlich spürbar: Nicht nur persönlich, sondern vor allem als Instrumentalisten sind die drei zusammengewachsen. "Es war nur logisch, dass wir uns weiter verzweigen wollten", sagt die Band.
Der Sommer war dementsprechend besonders und es gab massiven Applaus und Anerkennung quer über die Indie- und Tastemaker-Festivals. Im April und Mai 2023 steht ihre erste richtige Tour im deutschsprachigen Raum an und verspricht ein exklusives Bandleben par excellence. Gut, dass sie sich bereits Gedanken über Herausforderungen und Schlüsselmomente im Leben machen: Sie sind bestens vorbereitet, um loszulegen.
So schnell wie sich Schall unter Wasser ausbreitet, überrascht ihr Erfolg kaum. Neben der Nominierung für die Amadeus Music Awards 2022 (Kategorie Alternative) gewinnt die Band ein stetig wachsendes internationales Publikum. In den USA zeichnete der renommierte Sender NPR kürzlich eine heiße Sharktank-Live-Session auf: "Vienna's Sharktank blends and bends genres to create its own unique sound" (NPR, August 2022). Und mal ehrlich - wer könnte da widerstehen?