Das Wort Odeïon hat seinen Ursprung im alten Griechenland und beschreibt einen überdachten und geschützten Platz. Egal ob Theater, Musik, Redewettbewerb oder politischer Diskurs, alles war hier vereint. In dieser Tradition sieht sich auch das Odeïon Kulturforum in Salzburg. Das Odeïon soll als Kulturforum Bühne für Unterhaltung, gesellschaftspolitische Auseinandersetzung, Bildung und Emotionen sein.
Errichtet wurde es in den Jahren 2006 - 2008 nach den Plänen des deutschen Architekten Jens Peters. Seiner ursprünglichen Bestimmung als Festsaal für die benachbarte Rudolf-Steiner-Schule ist das Odeïon längst entwachsen. Als Bühne für unterschiedliche künstlerische Darbietungen, deren Erarbeitung fester Bestandteil des Unterrichts ist, kristallisierte sich das Potenzial des Odeïons als öffentliches Kulturforum über die Jahre rasch heraus.
Das Odeïon ist der letzte große Bau des anthroposophischen Architekten Jens Peters. Die rhythmische Gliederung ist Teil der anthroposophischen Philosophie und findet sich auch in der Architektur des Gebäudes wieder. Die organische Bauweise ist geprägt von einem offenen Raumkonzept, das genügend Spielraum für kreativen Geist und dessen Wirkung lässt.