Schon vor vierhundert Jahren war eine Hochzeit keine Kleinigkeit - vor allem, wenn man in Florenz heiratete. Und erst recht, wenn man einen De’ Medici heiratete! Die Feierlichkeiten zur Hochzeit von Ferdinand I. de’ Medici und Christina von Lothringen dauerten einen vollen Monat, in dem ganz Florenz Schauplatz von Festen, Opern, Konzerten und anderen Spektakeln wurde. Alle Menschen waren daran beteiligt, das frischvermählte Paar zu feiern. Im Palazzo Pitti wurde etwa eine Naumachie inszeniert: Der Innenhof wurde mit Bitumen bedeckt, mit etwa 2 Metern Wasser geflutet und es wurden 18 kleine Schiffe gebaut, die eine Seeschlacht nachstellten. Im Salone dei Cinquecento des Palazzo Vecchio entschied man sich für etwas Zurückhaltenderes: Cristofano Malvezzi komponierte für das Paar eine Sammlung von Instrumental- und Vokal-Intermezzi, die während der Aufführung einer Komödie gespielt werden sollten. Inspiriert von dieser unglaublichen Sammlung musikalischer Schätze, die heute in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien liegt, präsentieren die Ensembles Arcturos und Vokalspiel ein festliches Programm, in dem Hits aus der Jahrhundertwende von Komponisten wie Merulo, Cazzati, Falconieri und Matteis auf Musikstücke zur Hochzeit der Medici treffen. Lasst die Party beginnen!
Und allen, denen – ganz im Sinne der Medici – ein einziges Festkonzert nicht ausreicht und die länger feiern möchten, empfehlen wir wärmstens den Einführungsvortrag von Ulli Nagy: Vorfreude garantiert!