Wenn der Himmel zerbricht: "PATCH THE SKY" im Wiener Musikverein
Ein chinesischer Mythos wird zur großen musikalischen Erzählung über Hoffnung, Zusammenhalt und die Kraft des Neubeginns.
Was tun, wenn die Welt aus den Fugen gerät? Wenn der Himmel zerbricht und nichts mehr so ist, wie es war?
Eine Antwort darauf gibt ein jahrtausendealter chinesischer Mythos. Am 29. Oktober 2026 wird die Geschichte von Nüwa im Großen Saal des Wiener Musikvereins zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis. Unter dem Titel "PATCH THE SKY - Musikalische Erzählungen zwischen Ost und West" begegnen sich europäische und chinesische Klangwelten in einer musikalischen Erzählung über Zerstörung, Verantwortung und Erneuerung.
Der Mythos erzählt von Nüwa, die nach einer gewaltigen Katastrophe den aufgerissenen Himmel wiederherstellen will. Sie sammelt Steine in fünf Farben, schmilzt sie im Feuer und verschließt damit die Wunde des Himmels. Doch sie handelt nicht allein: Auch die Menschen helfen mit und werden so selbst Teil der Rettung.
Aus dem alten Mythos wird eine zeitlose Geschichte: Was zerbrochen ist, kann wieder heil werden - wenn Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln.
Eine musikalische Reise von West nach Ost
Der Konzertabend spannt einen Bogen von der europäischen Romantik bis zur chinesischen Musiktradition. Auf Antonín Dvořáks Konzertouvertüre "Karneval" folgen "Chinese Impressions" von Yuan-kai Bao und Niccolò Paganinis Violinkonzert Nr. 1, interpretiert von Benjamin Schmid.
Den Höhepunkt bildet das neunsätzige symphonische Oratorium "PATCH THE SKY" von Anlun Huang nach einem Text von Guo Ke. Chor, Solisten und Orchester erzählen darin Nüwas Kampf gegen die Katastrophe und die gemeinsame Anstrengung, die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Auf der Bühne stehen das Symphonieorchester der Wiener Volksoper, der Chorus Viennensis, die Augarten Harmonics und der A-Sharp Chorus. Die künstlerische Leitung liegt bei Daniel Auner, als Choir Master fungiert der international engagierte Dirigent und Kapellmeister der Wiener Sängerknaben Jimmy Chiang. Als Solistinnen und Solisten sind Xiuying Li (Sopran), Yajie Zhang (Mezzosopran), Jinxu Xiahou (Tenor) und Yun-Peng Wang (Bariton) zu erleben.
Ein chinesischer Mythos im Herzen der Wiener Musiktradition
Dass "PATCH THE SKY" im Großen Saal des Wiener Musikvereins erklingt, verleiht dem Konzert eine besondere Symbolik: Hier begegnet ein chinesischer Mythos der großen europäischen Konzerttradition. Künstlerinnen und Künstler aus China, Österreich und den USA bringen unterschiedliche musikalische Erfahrungen zusammen und machen kulturellen Austausch unmittelbar hörbar.
2026 jährt sich zudem die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Österreich zum 55. Mal. Das Konzert steht damit auch im Zeichen der Begegnung und des kulturellen Austauschs.
"PATCH THE SKY" erzählt nicht nur einen alten chinesischen Mythos, sondern auch eine Parabel, die die gesamte Menschheit anspricht", sagt Nina Chang, Vorstandsvorsitzende der Northern California Chinese Chorus Alliance und Gesamtproduzentin des Konzerts. "Wir hoffen, dass die Künstlerinnen und Künstler aus China, den USA und Österreich mit ihrem gemeinsamen Auftritt durch Musik eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen und Menschen schlagen und Verständnis, Freundschaft und Erneuerung zum Klingen bringen."
Am Ende steht nicht die Katastrophe. Am Ende steht die Hoffnung.
Der Himmel kann zerbrechen. Aber er kann auch wieder zusammengefügt werden.