Professionelle Straßenkunst und Figurentheater der Öffentlichkeit näher bringen – das war das Ziel bei der Konzeption vor 20 Jahren. Mit fünf Ausnahmetalenten aus Kanada startet das Grazer Festival heute in die Jubiläumsausgabe.
"La Strada" - der Name ist Programm: Das Urbane wird bei dem Festival gleichsam auf die präsentierten Künste bezogen als auch thematisch genutzt. Themen wie Energie und Verkehr, Konsum und Globalisierung - stets in Bezug zu unserem gegenwärtigen Dasein - werden in den Straßen und repräsentativen Räumen der steirischen Landeshauptstadt behandelt. 2017 wird dafür gemeinsam in die Vergangenheit von "La Strada" geblickt; Verbindungslinien gezogen, die aus der Vergangenheit ins Hier und Jetzt führen und auf das verweisen, was sich noch entwickeln kann.
Unterwasser-Orchester, Überleben nach der Apokalypse und mit Stefan Zweig nach den Sternen greifen
So stellt sich zum Auftakt der Jubiläumsausgabe Machine de Cirque dem Leben nach der Apokalypse. 15 Jahre nach der Totalkatastrophe finden die fünf Multitalente aus Kanada akrobatisch als auch musikalisch ihre ganz eigene Überlebensstrategie in einer sonderbaren Maschine - gleich einem Ersatzlager, mit dessen Teilen sie sich meisterlich spielen. Dabei sind die Ausnahmekünstler stets bereit ihre Körper und Seelen zu entblößen; uns zum Lachen zu bringen, zu bewegen und zu überwältigen.
Zu einem Spaziergang mit Stefan Zweig im Ohr lädt das österreichisch-katalanische Künstlerkollektiv Eléctrico 28 am Samstag. Gemeinsam wird in den Grazer Straßen über die Konstruktion von Geschichte reflektiert und nach dem Potential von Sternstunden im Alltag gesucht.
Ähnlich erinnert uns Studio Dan am Dienstag daran, die Perspektiven im Alltag zu wechseln, um klar zu sehen. Mittels des musikalischen Labors "Planet Globokar", in dem Klarinetten unter Wasser spielen und sich ein Orchester wie wild im Kreis dreht, werden auch wir animiert, uns mal auf den Kopf zu stellen.