Im Theaterstück von Martin Dueller erzählen der gebürtige Wiener Daniel Doujenis, der Berliner Martin Geisler und der Klagenfurter Michael Kuglitsch vom
HCB-Desaster im Kärntner Görtschitztal, das 2014 eher zufällig und nicht durch aufmerksame Behörden an die Öffentlichkeit gelangt ist. Ein Industrieunfall, ausgelöst durch ein Multiorganversagen, dessen Auswirkungen einen ganzen Bezirk nachhaltig beschädigt hat und dessen Aufarbeitung anscheinend nicht enden wollend ist.
Sie sind immer in Bewegung, hasten von einem Ende der Bühne zur anderen. Springen, als wollten sie imaginäre Hürden überwinden, dann schleichen sie wieder fast zögerlich über die Bühnenbretter, als hätten sie Angst vor der nächsten bösen Überraschung, die sie unerwartet treffen könnte. Sie klettern durch das Fenster oder robben umtriebig am Boden sogar fast unter den Teppich, um im nächsten Moment wieder sinnierend und nachdenklich auf einer Bierkiste zu sitzen. Was die drei Schauspieler im Sinn haben, ist zunächst nicht leicht zu erraten. Aber es wird rasch klar, lustig wird das Stück nicht. Am Ende ist es schon fast grotesk, was da auf der Bühne abläuft. Gibt es die Geschichte wirklich? Ein Hirngespinst, eine Täuschung?