Bild: Andreas Graf
Welche österreichischen Musiker*innen haben das Jahr 2025 geprägt? Pünktlich zu Jahresanfang stehen die Nominierten für die diesjährige Amadeus Austrian Music Awards-Gala fest: Die Preise werden am 6. März in der Marx Halle verliehen.
Dieses Jahr steht Österreich nicht nur ganz im Zeichen des Eurovision Song Contest. Denn frisch zum Jahresstart stehen auch die Nominierungen für die alljährlichen Amadeus Austrian Music Awards 2026 fest - gleichzeitig startet das Online-Publikumsvoting auf voting.aama.at. Die Preise werden am Freitag, dem 6. März in der Marx Halle in Wien verliehen und ab 21:30 Uhr auf ORF 1 übertragen. Tom Neuwirth alias Conchita Wurst - aktuell im k.u.k.-Stück “Luziwuzi” im Rabenhof zu erleben - wird durch die Award-Show führen.
Anna Buchegger setzt mit den drei Nominierungen ihren Höhenflug fort: Nach bereits zwei Nominierungen im Vorjahr und einer starken Jubiläums-Performance bei den AAMAs 2025 widmet sie sich auf ihrem aktuellen Album “Soiz” dem Thema Heimat - klanglich verwurzelt, inhaltlich wach und mutig hinterfragend. Auch das Pop-Trio folkshilfe zählt zu den Fixstartern: Nach mehreren Nominierungen in den vergangenen Jahren und einem Amadeus Award 2018 landete die Band mit ihrem fünften Studioalbum “bunt” auf Platz zwei der Ö3 Austria Top 40 Charts. Auch Seiler und Speer, vierfach ausgezeichnet, schreiben ihre Erfolgsgeschichte nahtlos weiter: Ihr viertes Studioalbum “Hödn” hält sich seit beeindruckenden 28 Wochen in den heimischen Charts und erreichte im Juni 2025 sogar Platz 1. Kein Wunder, dass sie unter anderem auch als Live-Act des Jahres nominiert sind: Ihnen ist vergangenen Juli nämlich etwas gelungen, das bisher noch kein österreichischer Künstler geschafft hat - sie haben das Wiener Ernst-Happel-Stadion restlos ausverkauft! Die Fotos von diesem denkwürdigen Tag findet ihr [an dieser Stelle].
Doch sie sind nicht die einzigen österreichischen Acts, die großen Eindruck hinterlassen haben: Gleich sieben weitere haben diesmal gleich zwei Nominierungen einstreifen können, nämlich Pizzera & Jaus, Rainhard Fendrich, Melissa Naschenweng, der große Vorjahressieger RIAN, sowie die AAMA-Debütant*innen Caro Fux, Laurenz Nikolaus und NENDA. Und einige von ihnen, die dürfen wir auch dieses Jahr erneut auf den heimischen Bühnen abfeiern:
Die Amadeus Austrian Music Awards geben jedoch nicht nur etablierten Acts eine Bühne, sondern rücken auch neue Talente und Geheimtipps ins Rampenlicht. In diesem Jahr haben es gleich 16 Acts (!) erstmals auf die Shortlist geschafft. Dazu zählen Caro Fux, ELSA, Ely Oaks, Ke’rem, Laurenz Nikolaus, Lovehead, Magda, NENDA, Romantic Slivo, Sassy, Seba Kayan, Synesthetic 4, Tamara Flores, Vicky, Von Seiten der Gemeinde und Vulvarine – ein bunter Querschnitt aus der vielfältigen österreichischen Musikszene.
Davon seien zwei Künstler*innen exemplarisch hervorgehoben:
Erst seit vergangenem Jahr ist das Trio Laurenz Nikolaus aktiv, kennengelernt haben sich die drei über andere Projekte in der Wiener Szene. Moritz Seidel und Isaac Gartmayer arbeiten seit Jahren als Produzenten, Moritz etwa für Verifiziert, Isaak für unter anderem für Eli Preiss. Laurenz Öllinger bringt den Dialekt ins Boot: Ursprünglich war das Ganze eher als loses Spaßprojekt gedacht, doch bereits die Debütsingle “Du bist wie” ging viral - und war einer der sommerlichen Hits am vergangenen Popfest. “Du bist die erste Tschick am Tag und das letzte Bier aufd Nacht” (so die lose Transkription) verdeutlicht da die Seele ihres Anti-Austropop-Wienerlieds so treffend, wie es vor ihnen vielleicht noch Wanda geschafft haben. Kein Wunder, dass da ihre beiden Shows im März im FLUCC bereits restlos ausverkauft sind.
Und auch Vicky war eines der Highlights am vergangenen Popfest: Im Winter 2024 debütierte sie mit ihrer frechen “T-Shirt hoch, Titten raus”-Single und hat seitdem einen derartigen Höhenflug hingelegt, dass man die frühen Vergleiche mit Ikkimel bereits unter den Tisch fallen lassen muss, weil sich Vicky in Windeseile mehr als nur emanzipiert hat. Emanzipation, das ist auch das Fundament ihrer seitdem erschienen Singles, die nicht nur das Popfest, sondern sogar etwa das FM4 Frequency bereits zum Kochen gebracht haben: Die Songs der in Berlin lebenden Wienerin kreisen grundsätzlich um den Themenkomplex eines erigierten Mittelfingers - zumeist gegen die vermeintlich “starken Männer” gerichtet. Irgendwo zwischen Ghetto Tech und Hyper-Pop ist Vicky da vor allem eins: absolute Eskalation - dieses Jahr zum Beispiel live am Lustenauer SZENE OPENAIR zu erleben.
Jetzt sind die Fans gefragt: Ab sofort kann auf voting.aama.at eine Woche (also bis 19. Jänner um 12 Uhr) täglich in den einzelnen Kategorien abgestimmt werden. Die Stimmen fließen in die Gesamtwertung ein: Am Ende stehen jene Acts ganz oben, die nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Verkaufszahlen und bei der Fachjury die meisten Punkte sammelten. In folgenden Kategorien kann abgestimmt werden - und über den jeweiligen Künstler*innen-Namen kommt ihr zu den aktuellen Konzerten eurer Faves:
Album des Jahres präsentiert von Coca-Cola
Ö3 Song des Jahres
FM4 Award
oeticket Live-Act des Jahres
AKM/AUME Songwriter des Jahres
Alternative
Electronic/Dance
Hard & Heavy
Hip Hop/Urban
Jazz/World/Blues
Pop/Rock
Schlager/Volksmusik
Best Sound präsentiert von FAMA