Bild: Philipp Carl Riedl
Setliste, Bühnenshow, Band, Gäste, Equipment, Licht, … die Aufgaben und Möglichkeiten zur Umsetzung der Live-Premiere von AUT of ORDA sind vielfältig, die Zeit zur Vorbereitung ist dagegen knapp: Vom 17. bis 21. Oktober ziehen Fellner, Pizzera und Seiler ins Countdown-Camp ein und Fans können ihnen bei ihren Vorbereitungen zur Show täglich über die Schulter schauen – Überraschungen für Künstler und Zuschauer sind dabei garantiert.
Paul Pizzera: Wir müssen in einem Minimum von Zeit das Maximum an Entertainment herausholen und das wird physisch wie psychisch eine immense Herausforderung. Es gibt potenziell 17 Wege, wie das Projekt krachend scheitert, aber das wird es nicht (lacht).
Daniel Fellner: Wir suchen uns die Band nicht in den 100 Stunden zusammen, die wird es schon vorher geben.
Paul Pizzera: Fad wird es sicher nicht. Wir sind zum Glück alle drei ziemlich ehrgeizig und wollen am Ende zufrieden und stolz auf das Projekt sein. Dementsprechend müssen wir uns den Arsch aufreißen.
Christopher Seiler: Red Bull hat mit „Symphonic“, der „Jukebox“ und dem „Soundclash“ schon bewiesen, dass die Projekte immer großartig werden. Das wird auch hier der Fall sein.
Paul Pizzera: Es wird auf jeden Fall jeden Tag einen Inhalt geben, der zusammengefasst wird. Beim kreativen Prozess beobachtet zu werden ist schwierig, denn normal passiert das – zurecht – hinter verschlossenen Türen.
Daniel Fellner: Es gibt aber jetzt keine Nachtsichtkamera, die uns bis aufs Klo verfolgt.
Daniel Fellner: Es fängt immer als etwas Schlechtes an und wird erst später gut. Das ist ein Moment, den normal keiner zu sehen kriegt und in dem Fall ist das dann nicht mehr so.
Paul Pizzera: Es ist ein bisschen gegen allem, was gerade so en vogue ist. Normal ist heute alles perfekt eingespielt, die Stimmen sind ideal und man hört keinen falschen Ton. Das wird es in dem Projekt eher nicht geben. Es ist aber gut zu sehen, was man tun muss und wie oft, bis etwas sitzt.
Daniel Fellner: Oder man arbeitet lange an etwas, kommt dann drauf, dass das alles nichts ist, verwirft es und beginnt wieder bei null. Das wäre in dem Fall dann aber zeitlich ziemlich schwierig (lacht). Ganz ausschließen lässt sich das leider nicht.
Christopher Seiler: Wir haben ja auch einen Moderator. Je weniger wir schreiben, umso länger werden seine Moderationskarten (lacht).
Daniel Fellner: Wir sind ohnehin im Songwritingmodus. Wir schreiben die Lieder nicht nur für ein kommendes Album, sondern eben auch für dieses Projekt, was sehr spannend ist. Durch die verschiedenen Challenges wird es auch die eine oder andere Coverversion oder einen Stargast geben.
Paul Pizzera: Wir werden so viel wie möglich vorab in die Wege leiten und dann Gas geben.
Paul Pizzera: Teile davon schon, ja. Wir sammeln so viel Material wie möglich und was wir dann aufs Album geben, das können wir uns noch genauer anschauen. Wir verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen.
Paul Pizzera: Es wird zu 100 Prozent sogar sicher jemand böse sein (lacht). Sonst hätte das Projekt auch keinen Sinn gemacht.
Christopher Seiler: Da sagt sicher einer: „Für das habe ich GIS bezahlt?“ (lacht)
Daniel Fellner: Es ist auch ein bisschen der Anspruch des Projekts, zu provozieren.
Paul Pizzera: Vielleicht wie beim Songwriting: einfach alles unkonventioneller denken.
Daniel Fellner: Wir sind nicht so kommerziell ausgerichtet und gehen weg von der klassischen Pop/Rock-Band.
Paul Pizzera: Stand jetzt sind wir insgesamt zu sechst auf der Bühne. Soweit es geht, wollen wir das Konzept Liveshow neu denken. Es soll allen eine Gaudi machen.
Christopher Seiler: Das glaube ich nicht. Deshalb sind wir ein Künstlerkollektiv. Wir haben kein Genre und alles muss Spaß machen. Alles andere ist völlig egal. Hätten wir keinen Spaß mehr, könnten wir das Projekt sofort ruhend legen.
Daniel Fellner: Deadlines sind insofern angenehm, weil sie übertriebenen Perfektionismus verhindern. In der Musik muss man irgendwann fertig sein und ich hatte als Produzent schon viele Leute in meinem Studio, die zu keinem Ende kommen wollten, weil es immer noch etwas zu verbessern gab. Eine Deadline zeigt dir doch irgendwann deine Grenzen auf.
Paul Pizzera: Die Deadline ist ein willkommener Endgegner. Bei den 100 Stunden wird auf jeden Fall sehr nahe dort herangearbeitet.
Christopher Seiler: In der Schule habe ich mit dem Lernen immer bis zum Schluss gewartet und dann habe ich noch immer nichts gemacht – es ging sich aber trotzdem aus. In der Musik ist es dasselbe. In Wahrheit bin ich der ärgste Blender, aber ich kriege es immer irgendwie rüber (lacht). Mit dem Album kommt dann 2024 auch eine kleine Clubtour, aber jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf die „Red Bull Show 100“.
Christopher Seiler: Die Sporthuren des Landes wollen wir nicht werden, um Gottes Willen. Vor kurzem habe ich einen Clip für die Feuerwehr gedreht. Was glaubst du, welche Anfragen dann plötzlich ans Management kamen? Ob ich dasselbe für die Rettung machen würde oder für den Wasserverband in Göllersdorf. Wenn ich da weitermache, dann nimmt mir ja keiner mehr etwas ab (lacht).
Die „Red Bull Show 100” mit AUT of ORDA findet am 21. Oktober in der Marx Halle statt. Die Show ist bereits ausverkauft.