Bild: © Voglhuber (Schloss-Spiele Kobersdorf)
Die Schloss-Spiele Kobersdorf präsentieren noch bis 30. Juli eine große Charakterkomödie: Der Alpenkönig und der Menschenfeind von Ferdinand Raimund ist die zauberhafte Geschichte radikaler Selbsterkenntnis. Den
Weg dorthin säumen wehmutsvoller Witz und hinreißende Situationskomik. Intendant Wolfgang Böck verkörpert den Gutsbesitzer Rappelkopf, welcher die Welt um sich herum verachtet. Um ihn zu bessern, nimmt der Alpenkönig die Gestalt Rappelkopfs an und lässt diesen in seinen Seelenspiegel blicken. Die Inszenierung dieses erstaunlich modernen Märchens durchmisst spiegelverkehrte Welten, in denen die Härte so zu Hause ist wie der Humor.
Die Premiere am 4. Juli wurde bereits mit enthusiastischem Applaus honoriert. So beschreibt auch ein begeisterter Besucher bei unserem Fanreport die Schloss-Spiele Kobersdorf: "Das Schloss bietet einen stimmungsvollen Rahmen für einen Theaterabend im Sommer! Wolfgang Böck und sein Ensemble eine Wucht! Auch die Verpflegung vor Ort gut organisiert! Alles in allem: auf jeden Fall einen Besuch wert!"
Wir haben für euch einige Pressestimmen zusammengefasst.
"'Umjubelter 'Alpenkönig' in Kobersdorf … Diese Geschichte erzählt Michael Gampe mit Witz und einer stimmungsvollen musikalischen Umrahmung. So richtig Fahrt nimmt die Inszenierung mit dem Zusammentreffen zwischen Rappelkopf und seinem Ebenbild in der zweiten Hälfte auf. Der Rappelkopf ist eine Paraderolle für Wolfgang Böck, in der er auch in der diesjährigen Inszenierung der Schlossspiele Kobersdorf das Publikum überzeugt. … Sowohl schauspielerisch als auch gesanglich überzeugte Johanna Bertl als Rappelkopfs Tochter Malchen. Gerhard Kasal gab den Alpenkönig geheimnisvoll und als Doppelgänger des „Menschenfeinds“ emotions-und energiegeladen. Für viele Lacher sorgt Alexander Jagsch als Diener Habakuk, dessen Leben sich nur darum zu drehen scheint, dass er zwei Jahre in Paris war."
(ORF Burgenland)
"Raimunds Sommerspiel bezaubert in Schloss Kobersdorf … Das Ensemble spielt beherzt die stereotypen Figuren aus dem Rollenfach, Böck lässt in seinem Rappelkopf den herrlich komischen Wiener Grantscherm aufleben. Ein leichtes Sommerspiel in einer bezaubernden Umgebung."
(Der Standard)
"Mit einem klug besetzten Ensemble versteht es der Regisseur, das Dunkle in Raimunds Meisterdrama so leichtgängig in Szene zu setzen, dass man zugleich lachen und weinen muss: zweieinhalb Stunden Spaß am Verdruss."
(Die Presse)
"In Kobersdorf vertraut Regisseur Michael Gampe ganz auf den Text und das spielfreudige elfköpfige Ensemble. Eine klassische Herangehensweise, die fast schon selten geworden ist. Dass es aber letztlich nicht mehr braucht, beweist diese Produktion … In die Rolle des Grantscherben Rappelkopf – einst von Raimund selbst gespielt – schlüpft in Kobersdorf natürlich Wolfgang Böck. Er ist der Motor der Schloss-Spiele ….Alexander Jagsch als Bedienter Habakuk, der ja „zwei Jahre in Paris war“, ist ein Volltreffer. Elisabeth Veit gefällt als Kammermädel Lischen ebenso wie als lautstark miauende Katze. Gerhard Kasal als Alpenkönig ist nicht nur wegen seiner tenoralen Sprechstimme ein interessantes Gegenüber für Rappelkopf. Das Tüpfelchen am I ist die von Helmut Thomas Stippich komponierte und von ihm sowie Maria Stippich und Tita Pesata ausgeführte Theatermusik, in die Wenzel Müllers Originalklänge und Franz Schubert völlig organisch einfließen."
(Radio Klassik)
"Wolfgang Böck begeistert im Burgenland als Menschenfeind im hinreißenden Läuterungsdrama von Ferdinand Raimund."
(KURIER)
Jedes Jahr im Juli und Anfang August finden die Schloss-Spiele Kobersdorf im Schloss Kobersdorf im Burgenland statt. Die Initiative zur Gründung der Schloss-Spiele ging im Jahr 1972 von der Gemeinde Kobersdorf aus. Es gibt Aufzeichnungen, die darauf hinweisen, dass bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Theateraufführungen stattfanden. Mit den Schloss-Spielen, die zwischen den Seefestspielen Mörbisch und den Burgspielen Forchtenstein stattfanden, sollte der Tourismus angekurbelt werden. Bis 1987 wurde in verschiedenen Richtungen experimentiert. Erst ab 1988 wurden die Schloss-Spiele unter der Leitung von Rudolf Buczolich ausgerichtet. Das Ziel war es, unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Komödien aufzuführen. Seit 2004 ist Wolfgang Böck der künstlerische Leiter der Schloss-Spiele Kobersdorf.