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Ein einschneidender Paukenschlag bei Arch Enemy

24.11.2025 von Stefan Baumgartner

Ein einschneidender Paukenschlag bei Arch Enemy: Nur ein Monat nach ihrem Wien-Konzert gehen Arch Enemy ihrer Sängerin Alissa White-Gluz verlustig. Und sie hat schon neue Pläne …

Am 15. Oktober schien für die schwedischen Melo-Death-Legenden Arch Enemy noch die Welt in Ordnung: Da spielten sie in der rappelvollen Raiffeisen Halle im Gasometer - die Fotos vom Konzert findet ihr [an dieser Stelle]. Wer dort war, dem dürfte keineswegs aufgefallen sein, dass es im Hintergrund bei Arch Enemy brodelte: Sie spielten gewohnt routiniert und energetisch ihr Set, von einer schlechten Stimmung auf der Bühne war nichts zu merken. Doch nun, ein gutes Monat später, die Hiobsbotschaft: Arch Enemy und Sängerin Alissa White-Gluz gehen getrennte Wege!

Im offiziellen Statement bedanken sich Arch Enemy überraschend knapp und emotionslos für die gemeinsame Zeit und die musikalische Zusammenarbeit der vergangenen Jahre und wünschen der bisherigen Frontfrau alles Gute für die Zukunft. Laut Statement markiert dieser Schritt nicht nur ein Ende, sondern auch den Beginn einer neuen Phase für Arch Enemy: Man kündigt an, 2026 mit frischer Energie zurückzukehren, was Spekulationen über eine mögliche neue Sänger*in, der/die vielleicht sogar schon gefunden wurde, befeuert. Und auch Alissa White-Gluz zeigt sich in ihrem Statement wenig emotional - hat dafür aber schon eine eigene, neue Single parat: Dass “The Room Where She Died” bereits jetzt fertig - sogar mit Video! - ist, zeugt davon, dass die Trennung nicht plötzlich passiert ist.

“My new single ‘The Room Where She Died’ is a song that feels truly satisfying to me; like I get to express myself in so many ways that have been dormant for years. This upcoming album is diverse; and I love the idea of opening up this new chapter with this song and video, which I wrote the script for”, erzählt Alissa White-Gluz über den neuen Song - und zeigt sich auf “The Room Where She Died” tatsächlich deutlich wandelbarer als zuletzt bei Arch Enemy.

Auch wenn die Trennung zwischen Arch Enemy und Alissa White-Gluz für viele Fans sicher eine Hiobsbotschaft war: Sie zeigen sich von ihrer neuen Single beeindruckt und sprechen sogar von “Jinjer-Vibes” - und das ist ja mal nicht das schlechteste Kompliment, das man bekommen kann. Die Musik für “The Room Where She Died” wurde übrigens von Oliver Palotai von der Symphonic-Power-Metal-Band Kamelot geschrieben - eine Band, mit der Alissa White-Gluz schon zu ihren Anfängen als Musikerin gemeinsam tourte und bei der sie später auch schon als Gastsängerin ("Sacrimony (Angel of Afterlife)" und “Wastelands Monarchy”) zu hören war.

Der erste Eindruck mit “The Room Where She Died” schafft jedenfalls eindrucksvoll Gewissheit, dass Alissa White-Gluz, die mit Doyle Wolfgang von Frankenstein von den US-Horror-Punkern Misfits liiert ist, ihren Weg auch ohne Arch Enemy machen wird: Immerhin hat sie sich schon zuvor bei The Agonist ausgezeichnet - und war sie es, die Arch Enemy mit ihrem Gesang und ihrem Auftreten in neue Sphären gehoben hat …

Die Zukunft von Arch Enemy

Auch wenn hingegen über die Zukunft von Arch Enemy noch wenig bekannt ist: Natürlich ist die Trennung von Alissa White-Gluz ein bedeutender Umbruch, immerhin prägte sie seit 2014 nicht nur den Sound sondern maßgeblich auch die Live-Präsenz der Gruppe. Allerdings ist dies für Arch Enemy nicht der erste Wechsel am Gesang: Alissa löste bekanntlich Angela Gossow ab, mit der Arch Enemy noch eine deutlich härtere Gangart verfolgten. Mehr noch mit Johan Liiva am Gesang vor ihr: Mit den Frühwerken mit seiner Stimme haben Arch Enemy heute nur noch wenig gemein.

Man darf gespannt sein, welche Neuausrichtung und Neubesetzung Arch Enemy planen: Geht man wieder zu den Wurzeln zurück, oder holt man sich erneut eine neue Sängerin und erschließt mit einem vielleicht sogar noch pathetischeren, symphonischeren Ansatz neue Gefilde? Die Zukunft wird es zeigen: Spätestens ab 16. Juli beim Area 53 Festival in Leoben wird man wohl schon wissen, wer in Zukunft Arch Enemy vorstehen wird!


Live-Termine


Arch Enemy

16. bis 18. Juli 2026 | Leoben, Area 53 (im Rahmen vom Area 53 Festival)


Infos auf dem Stand vom 24.11.2025  

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