Bild: oeticket / Eva Ruiz
In den Neunzigern war das Forestglade in Wiesen eines der wichtigstens Rockfestivals Österreichs, bevor 2012 die Stecker gezogen wurden. 2025 feierte das Festival dann überraschend und pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum im Schlosspark Esterházy ein Revival - als eine Art Lovely Days für die nächste Generation. Grund genug für eine nostalgische Zeitreise.
Eine kleine Zeitreise: Im Jahr 1995 erblickte mit dem Forestglade die “Mutter aller Rockfestivals in Österreich” das Licht der Welt - ohne dem Forestglade hätte es wohl weder das FM4 Frequency noch das Nova Rock in dieser Form gegeben. Zum Auftakt gesellten sich damals Bands wie Therapy?, New Model Army, H-Blockx und Element Of Crime. Bereits zum zweiten Geburtstag gaben sich dann noch prominentere Musikgrößen die Klinke in die Hand: Nick Cave & The Bad Seeds waren ebenso geladen wie Die Toten Hosen oder Die Fantastischen Vier, und 1997, in der dritten Saison, hieß man unter anderem The Sisters Of Mercy und Placebo Willkommen.
Ja, in den darauffolgenden Jahren gab es viele Wiederholungstäter - auch die Hosen und Fanta Vier zählen dazu. Mehr als nur Stammgäste waren in den Jahren auch Therapy?, die vermutlich genau deshalb - Spoiler! - zum vorläufigen Abschied 2012 dann eine “Special In Memoriam” Show spielen würden. Auch Fettes Brot, die Guano Apes, H-Blockx, New Model Army sowie Such A Surge, Cypress Hill und Placebo haben sich in Wiesen offenbar immer sehr wohl gefühlt und sind immer wieder gekommen. Andere spielten vielleicht nur einmal auf, hinterließen aber auch mächtig Eindruck: 1997 gaben sich zum Beispiel NOFX die Ehre, ein Jahr später folgten Rammstein, 1999 dann Marilyn Manson.
Im Juli 2012 ging in Wiesen dann eine Ära zu Ende: Das Forestglade Festival fand zum letzten Mal statt, nach 17 Jahren war für die “Mutter der österreichischen Rockfestivals” erstmal Schicht im Schacht. Mit Shows von unter anderem Incubus, Billy Idol und einem speziellen Set von Therapy? wurde damals das Open Air in Pension geschickt. Überhaupt wurde es in Wiesen leise: Nach zwei weiteren Festivalsaisonen fand sich Wiesen nur mehr sehr punktuell auf der Liste der alljährlichen Pflichtbesuche im Festival- und Konzertsommer.
Eine nostalgische Zeitreise-Playlist durch die Geschichte des Forestglade.
2024 dann der Paukenschlag: Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum werde das Forestglade im Sommer 2025 unter dem Motto “… when we were wild and young” zurückkehren, hieß es, allerdings im Schlosspark Esterházy. Zudem nicht als einmalige Geschichte: Das Forestglade soll nun wieder alljährlich stattfinden und sich zu einer Art “Lovely Days für die nächste Generation” etablieren - nostalgische Gefühle, die haben bekanntlich nicht nur Altrocker, sondern auch die Jungrocker für sich gepachtet.
Und tatsächlich: Als wäre das mit dem wilden Lebensgefühl erst gestern gewesen, so klang auch das Line-Up für das Revival des legendären Festivals, mit (teils altbekannten) Acts wie Dog Eat Dog, Cypress Hill, H-Blockx, The Sisters of Mercy und natürlich den alten Freunden von Therapy? konnte das nur gelingen - zumal der Park hinter dem Schloss Esterházy in den vergangenen Sommern schon viele Sommergefühle ermöglicht hat, das Butterfly Dance! und das Lovely Days sind bekanntlich Fixstarter.
“Die Neunziger wissen noch, wie man feiert”, war diesen Sommer da der O-Ton der Besucher*innen in Eisenstadt - und das wird sich auch 2026 nicht ändern: Da haben sich Ash, New Model Army, Life Of Agony, Bush und Rise Against angekündigt. Allesamt Namen, die auch wissen, wie man feiert - und wissen, wie man den Mythos des Forestglade in Amt und Würden weiterträgt! So und nicht anders klingt die Jugend!
Natürlich steht nicht nur das Forestglade bereits fix in unserem Konzertkalender. Auch folgende Festivals und Konzertreihen sind eigentlich Pflichtprogramm: