Bild: © Joachim Schmida
Knapp 200.000 Festival-Besucher:innen versammelten sich an den drei Haupttagen, vom 1. bis 3. Juni, beim Primavera Sound im umgestalteten Parc del Fòrum in Barcelona. Mit einer ausgezeichneten Organisation, der musikalischen Vielfalt, dem toleranten Gemeinschaftserlebnis und natürlich dem einzigartigen Charme durch die Lage am Meer spielt das spanische Festival eindeutig ganz oben im europäischen Festivalzirkus, was es auch heuer wieder auf höchst eindrucksvolle Art und Weise bewiesen hat.
Neben den "Großen" wie Blur, Ghost, Depeche Mode, Halsey, New Order, Kendrick Lamar, Rosalía oder Måneskin begeisterten auch viele sogenannte Neuentdeckungen: Zum Beispiel brachten Nation of Language zahlreiche Fans in beste Konzertlaune. Die aus Brooklyn stammende Synthpop-Formation war übrigens Anfang November letzten Jahres auch schon bei uns im Wiener Fluc zu sehen. Oder die junge Londonerin flowerovlove, die am ersten Festivaltag ein ganz bezauberndes Set ablieferte und mit aller Wahrscheinlichkeit noch viel von sich reden machen wird.
Abseits der famosen Live-Darbietungen entwickelt und fördert Primavera Sound zudem weiterhin sein "Nobody is Normal"-Motto: Ein wesentlicher Punkt dieses Aktionsplans ist es unter anderem, ein geschlechtsspezifisch ausgewogenes Line-up auf die Beine zu stellen. Das "Nobody is Normal"-Bewusstsein geht aber über die Musik hinaus und soll sich auch im Publikum widerspiegeln: "Ob in Barcelona oder in Madrid, im Parc del Fòrum oder in der Ciudad del Rock, es ist Platz für alles, außer für Diskriminierung.
Der Staffelstab wird nun von Primavera Sound Madrid übernommen, das ab Montag [08. - 10. JUNI 2023] seine erste Ausgabe feiert, indem es das eklektische und geschlechtsspezifisch ausgewogene Line-up an verschiedene Veranstaltungsorte in der Stadt und in die Ciudad del Rock in Arganda del Rey verlegt." (primaverasound.com)