Bild: Shindov
Bereits im Mai gab es mit “Eye Of The Storm” eine neue Single von Five Finger Death Punch, nun folgt mit “De Oppresso Liber” der Nachschlag. Und bereits in ziemlich genau einem Monat erscheint dann auch schon das neue Album "Legacy" rund um das 20-jährige Bandjubiläum - gefolgt von einem Wien-Konzert im Frühjahr!
Five Finger Death Punch wurden 2005 in Las Vegas gegründet, bereits zwei Jahre später erschien ihr Debütalbum “The Way Of The Fist”. Aktuell befinden wir uns somit inmitten zweier 20-jährigen Jubiläen, die man bereits vergangenes Jahr anlaufen ließ - und zwar in Form zweier umfassender “Greatest Hits”-Collections, mit neu aufgenommenen Versionen ihrer größten Banger.
Seit “The Way Of The Fist” ist innert der zwei Jahrzehnte nun viel Wasser die Donau hinabgeflossen, mit ihren bisher neun Alben - das letzte erschien 2022 und war mit “AfterLife” betitelt - war man bereits mehrmals in der Raiffeisen Halle im Gasometer und natürlich auch in der Wiener Stadthalle, sowie gleich vier Mal am Nova Rock Festival zu Gast.
Wer vermutet hat, dass es sich 2027, wenn Five Finger Death Punch gemeinsam mit Lamb Of God und Bleed From Within auf Jubiläumstour gehen, dann nur um ihre Vergangenheit drehen wird, hat sich nicht Gedanken über die Zukunft gemacht - FFDP jedoch schon! Denn es wird nicht nur ihr Debüt “The Way Of The Fist” im Fokus stehen und all das, was seitdem passiert ist - sondern man hat auch ein brandneues Album bereits fertig aufgenommen, das zehnte in der durchwegs starken Discographie. Es ist treffend mit “Legacy” betitelt und wird bereits am 31. Juli digital, ab 18. September dann auch in physischer Form erhältlich sein. Bereits im Mai gab es mit “Eye Of The Storm” den ersten Vorgeschmack.
Aggression: It's the only thing you'll hear - it's just like music to your ears!
Bereits da fiel schon auf, dass man die Härte nochmals ordentlich hochgeschraubt hat: Es scheint so, als hätten Zoltán Báthory und Co. zum 20. Geburtstag ihren juvenilen Spieltrieb nochmals ausgegraben, dabei stets die Lehr- und Wanderjahre seit ehedem im Hinterstübchen. Das bestätigt er auch selbst: “'Legacy' ist genau das, was der Titel nahelegt: Es ist eine Reflexion über die Reise, die Lektionen, die Triumphe, die Kämpfe und alles, was wir während der vergangenen beiden Jahrzehnten erlebt haben.” Zudem ergänzt Sänger Ivan Moody: “Gleichzeitig geht es bei 'Legacy' nicht nur darum zurückzublicken. 20 Jahre sind ein Meilenstein, keine Endstation. Unsere Philosophie war immer, dass diese Reise keine selbst auferlegten Grenzen hat.”
Entsprechend war man bei den Aufnahmen dermaßen motiviert, dass gleich 30 neue Songs entstanden sind - also genug Material für ein Doppelalbum. Allerdings: Vorerst werden nur zehn davon erscheinen, darunter auch die zweite Single, die auf den wunderschönen, lateinischen Titel “De Oppresso Liber” hört.
Die lateinische Phrase ist das Motto der Spezialeinheiten der US-Armee und bedeutet übersetzt soviel wie “Vom Unterdrückten zum Freien”. Zoltán Báthory verrät: “'De Oppresso Liber' ist mehr als nur ein Motto, es ist eine Philosophie. Es repräsentiert einen Willen sich zwischen die Gefahr und diejenigen zu stellen, die sich nicht verteidigen können. Durch die Menschheitsgeschichte hindurch gab es immer Leute, die diese Verantwortung akzeptiert haben. Dieser Song ist unsere Art, dieser Einstellung Respekt zu zollen.”
Neben den beiden Singles gibt es auch das Titelstück, “Nails In The Coffin”, “In Time”, “Unscathed”, “Joke's On Me”, “Everybody Lies”, “Shelter” und “Scapegoat” ab 31. Juli zu hören - vorbestellbar ist das Album bereits ebenfalls.
Erst im März haben Lamb Of God ihr elftes Album “Into Oblivion” veröffentlicht - ein Album mit einer kantigen, fast stoisch vorwärtsdrückenden Wucht, die dereinst Pantera auf “Far Beyond Driven” 1994 etabliert haben. Egal ob “The Killing Floor” oder “Blunt Force Blues”: Wie auch bei FFDP gibt es hier mörderische Präzision, mit Riffs die durch Mark und Bein gehen, während eine Nummer wie “Sepsis” gar als kranke Psycho-Nummer beginnt und schließlich in ein Slayer-Geschoss mutiert! Allerdings gibt es auch eine große Überraschung: Die Power-Ballade “El Vacio”, die in ihrer dynamischen Vielschichtigkeit sogar Erinnerungen an Alice In Chains in deren Hochphase erinnert.
Die schottischen Opener Bleed From Within ließen vergangenes Jahr mit ihrem siebten Album “Zenith” erneut die Fäuste fliegen und knallten uns ein Album vor den Latz, das nicht nur nach dem Abriss “Shrine” die Messlatte ein weiteres Stück höher legte, sondern zudem ein Album, das in seinem präzisen Groove einfach alles zerstörte, was sich ihm in den Weg stellte: Da blühte kein Gänseblümchen mehr. “Violent Nature”, so der Titel des Openers, war hier definitiv Programm: Mit Versatzstücken aus dissonantem Metalcore und kolossalem Extreme Metal direkt aus dem Erdkern wurde ihr “Zenith” geschmiedet, eine Ode an die Nichtigkeit des Lebens.