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Mit Post Malone: Bereits die zweite Nirvana-Reunion innerhalb weniger Wochen!

18.02.2025 von Stefan Baumgartner

Nirvana: Auch außerhalb der Grunge-Szene ist der Bandname wohl überlebensgroß, nicht nur wegen “Nevermind” und “Smells Like Teen Spirit” - sondern insbesondere der Tatsache geschuldet, dass Sänger und Gitarrist Kurz Cobain viel zu schnell lebte und sich 1994 das Leben nahm. Kurt Cobain ist somit neben Jimi Hendrix, Jim Morrison und Amy Winehouse einer der namhaftesten Musiker*innen, die dem “Klub 27” angehören - Musiker*innen, die durch ihr selbstzerstörerisches Leben im Alter von nur 27 Jahren verstarben.

Schlagzeuger Dave Grohl gründete nach der Auflösung von Nirvana bekanntlich (und gemeinsam mit Gitarrist Pat Smear) die Foo Fighters, Bassist Krist Novoselic blieb auch im Musikgeschäft und spielte später nicht nur bei Giants In The Trees, sondern gemeinsam mit unter anderem Matt Cameron (Peal Jam, Soundgarden) und Kim Thayil (Soundgarden) auch in der Supergroup 3rd Secret. Was einige nicht wissen: Grohl war tatsächlich nicht Nirvanas erster Schlagzeuger, vor ihm saß unter anderem Dale Crover am Schlagzeug - heute ist er nach wie vor bei den Melvins aktiv.

Von Nirvana selbst hörte man seit 1994 nachvollziehbarerweise nur wenig: Im Dezember 2012 spielten sie mit Unterstützung von Paul McCartney (!) im New Yorker Madison Square Garden im Rahmen eines Benefizkonzertes für die Opfer der Hurrikan-Sandy-Katastrophe. 2018 spielten Grohl, Novoselic und Smear gemeinsam mit John McCauley und Joan Jett (!) sechs Stücke beim Cal Jam 18. Seitdem: Funkstille. Zumindest bis jetzt.

Erneut war der Anlass für eine gemeinsame Rückkehr von Grohl, Novoselic und Smear auf die Bühne ein Benefizkonzert: Erst am 30. Januar dieses Jahres spielten sie für das FireAid Benefizkonzert anlässlich der Brände in Los Angeles vier Stücke, nämlich “Breed” mit St. Vincent, “School” mit Kim Gordon, “Territorial Pissings” mit Joan Jett und als ganz besonderes Highlight: “All Apologies”, gesungen von Violet Grohl, der 18-jährigen Tochter von Dave Grohl.

Und nun, wenige Wochen später, spielten Nirvana erneut gemeinsam: Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Talk-Show “Saturday Night Live” spielten sie nach einer Ankündigung von Hollywood-Star Adam Sandler gemeinsam mit Post Malone “Smells Like Teen Spirit”. Auffallend dabei war, dass insbesondere Grohl und Novoselic deutlich gelöster als bei ihrer Reunion vor zwei Wochen wirkten - was vermutlich auch an den Umständen lag.

Dabei wurde Post Malone wohl sehr gezielt ausgesucht: Dass er Nirvana-Fan ist, beweist schon sein Cobain-Tattoo, und während des Lockdowns 2020 streamte er an der Seite von Blink-182-Drummer Travis Barker ein 15 Lieder umfassendes Set mit Nirvana-Covers für den guten Zweck. “Smells Like Teen Spirit” gab es damals jedoch nicht, und sowohl Grohl als auch Novoselic fanden damals positive Worte.

Zugegeben, Post Malone wird trotzdem vielerorts für Stirnrunzeln sorgen: Ein Rapper, der jetzt auf Country macht in den Fußstapfen von Kurt Cobain? Zumal er vielen Rockfans vermutlich erst seit seiner Zusammenarbeit mit Black Sabbath-Sänger Ozzy Osbourne auf dessen Album “Ordinary Man” ein Begriff ist. Doch Malone zeigte damals im Livestream und auch heute bei SNL, dass er sich auch in dem Umfeld mehr als nur gut macht: Post Malone wirkte keine Sekunde prätentiös und die Musik von Nirvana bei ihm niemals wie ein Fremdkörper - ganz im Gegensatz etwa von Puddle Of Mudd, die “About A Girl” nach allen Regeln der Kunst verhunzten.

Natürlich stehen jetzt Vermutungen im Raum: Bei der Energie, die anwesende Musikjournalisten verspürten, könnte durchaus im Raum stehen, dass Post Malone und die verbliebenen Nirvana-Mitglieder sich gemeinsam auf Tour begeben werden. Geld würde dafür - Stichwort Oasis-Reunion und Abschied von Black Sabbath in Birmingham - wohl genügend geboten werden.

Und wer weiß, vielleicht spielt Post Malone ja zumindest einen Nirvana-Klassiker auch bei seinem Auftritt am diesjährigen FM4 Frequency?!


Live-Termine


FM4 Frequency

13. bis 15. August 2025 | St. Pölten, Green Park


Infos auf dem Stand vom 18.02.2025  

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