Bild: Electric Love
Vergangene Woche ist nicht nur erneut der F1 Grand Prix in Spielberg über die Bühne gegangen, sondern mit “F1 Der Film” auch der neueste Film mit Brad Pitt in der Hauptrolle angelaufen: Wie der Titel vermuten lässt, ist der von Rennfahrer Lewis Hamilton mitproduzierte Film ein Motorsportdrama. Nicht minder rasant ist der Soundtrack zum Film geraten: Einer der Megastars spielt diese Woche auch am Electric Love Festival!
Vergangenes Wochenende ging der 44. Spielberger F1 Grand Prix in der Steiermark über die Bühne: Lando Norris (McLaren-Mercedes) konnte seine Pole Position bis zum Ende mitnehmen und stand am Trepperl ganz oben, gefolgt von seinem Kollegen Oscar Piastri (der die schnellste Runde ablieferte) und Charles Leclerc (Ferrari). F1-Fans hatten aber bereits schon am Donnerstag Grund genug zur Freude, startete da immerhin mit “F1 Der Film” der neueste Film mit Brad Pitt in der Hauptrolle in den Kinos - mitproduziert von Ferrari-Rennfahrer Lewis Hamilton.
Und ja, auch wenn “F1 Der Film” schon ein bisschen auch so etwas wie ein unglaublich teurer Werbefilm für den F1-Zirkus geraten ist, kann Regisseur Joseph Kosinski einen veritablen Nachfolger zu seinem Über-Hit “Top Gun: Maverick” (2022) vorlegen - und das war immerhin eines der beeindruckendsten Kinoerlebnisse der jüngeren Vergangenheit. Nicht nur bei zahlreichen Filmkritikern, auch beim Publikum kommt das Motorsportdrama gut an - an seinem Startwochenende konnte es bereits 144 Millionen Dollar einspielen, und das ist sogar für Brad Pitt bisher ein absoluter Bestwert!
Aber worum geht es eigentlich? Brad Pitt impersoniert in “F1 Der Film” den ehemaligen Rennfahrer Sonny Hayes. Und Hayes, er ist einer von uns - vom Leben gezeichnet: Er war mal eine große Nummer, galt in der Formel 1 in den Neunzigern als kommender Weltmeister. “Der nächste Ayrton Senna”, hieß es da - aber just mit diesem crasht er in einem Rad-an-Rad-Duell und der Traum ist aus. Seitdem lebt er in einem Van und verdient sich als Taxifahrer (!) in New York seine Brötchen. 30 Jahre vergehen, dann klopft plötzlich der erfolglose Teamchef Ruben Cervantes (Javier Bardem) an seine Türe, weil sein fiktiver Rennstall APX GB keine Punkte mehr einfährt. Hayes soll den Karren aus dem Dreck ziehen - und ja, Spoiler!, schon bald bewegt man sich mit Mercedes und Red Bull Racing auf Augenhöhe.
Klar, Sportfilme sind ein heißes Pflaster: Nicht jeder Film wird ein “Rocky” - und gerade wenn so wie hier nicht nur der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton, sondern auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff und F1-Boss Stefano Domenicali mitmischen, kann man schon fürchten, dass nicht die (emotionale) Story, sondern der Motorsport selbst im Fokus steht - ein reiner Werbefilm eben. Und ja, natürlich ist “F1 Der Film” ein gigantisches Product Placement geworden - mit zahlreichen Cameos von natürlich Lewis Hamilton, aber auch seinen F1-Kollegen Max Verstappen und Charles Leclerc. Aber trotzdem wirkt “F1 Der Film” überaus authentisch - und wenngleich er “Rush" (über Niki Lauda und James Hunt) nicht ganz das Wasser reichen kann, ist mit “F1 Der Film” durchaus ein Drama gelungen, das nicht nur zwingend ohnehin erklärte F1-Fans anspricht.
Und das liegt, muss man ehrlicherweise auch sagen, teils auch am fantastischen Soundtrack - der ebenfalls klotzt und nicht kleckert: Während der Score von Hans Zimmer komponiert wurde, steuern einige der angesagtesten Megastars zudem auch Songs dazu!
So wie der Film nicht nur ein Film für F1-Fans geworden ist, ist auch die Filmmusik durchaus auch für jene überaus gut gemacht, die mit den Renn-Zirkus sonst nichts am Hut haben: Es gab bereits in den späten Neunzigern und frühen 2000ern eine Zeit, in der nahezu jeder Blockbuster von einem zumindest fast ebenso populären Soundtrack begleitet wurde – mit Songs und Stars der A-Liga: Von “Titanic” über “Twilight” bis “The Fast & The Furious” – die Lieder aus diesen Filmen waren mindestens so groß wie die Filme selbst.
Nicht minder auch der Soundtrack zu “F1 Der Film”, bei dem die meisten der 17 Songs nicht nur das Adrenalin des temporeichen Motorsport-Dramas perfekt widerspiegeln, sondern auch rein musikalisch tatsächliche Höchstleistungen abliefern - mit Namen wie Ed Sheeran, Tate McRae, Chris Stapleton, Raye und Madison Beer. Und gerade beim Namedropping merken wir: Der Bogen spannt sich von Rap über Rock, von Afrobeats bis House - behält dabei aber dennoch eine Kohärenz als Gesamtkunstwerk.
Der Soundtrack zu “F1 Der Film” doppelt zudem gewissermaßen die Tatsache, dass die Formel 1 ein globaler Sport ist, der auf allen Kontinenten stattfindet und abgefeiert wird - mit Fahrern ebenfalls aus aller Herren Länder. Gerade, dass am Album sogar Musiker*innen aus Lateinamerika (Myke Towers), Südkorea (Peggy Gou) und Nigeria (Mr Eazi, Darkoo, Obongjayar) zu hören sind, zeigt, dass die Musikwelt nicht nur aus USA und UK besteht.
Song für Song wurden bereits im Vorfeld der Filmpremiere veröffentlicht, und so wurde “F1: The Album” rasch zu einem der (durchaus berechtigt) gehyptesten Alben des Jahres und ist vermutlich zudem die erste Brücke zwischen Musik- und Motorsportwelt. Kein Wunder: Die Formel 1 hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, und was einst als Nischensport für eingefleischte (meist männliche) Fans galt, ist heute ein globales Popkultur-Phänomen mit leidenschaftlicher, emotionaler und auch weiblicher Anhängerschaft.
Natürlich haben die größten der Größten, Ed Sheeran, Tate McRae, Chris Stapleton oder auch Roé und Madison Beer die besten Songs am Album geschrieben: Sheeran hat mit “Drive” sogar vielleicht eine seiner stärksten Nummern der letzten Jahre abgeliefert! Aber besonders geil geraten ist auch “No Room For A Saint” von Dom Dolla feat. Nathan Nicholson: Es ist dies einer der clubbigeren Tracks des Albums, mit synthetischem Drive und pulsierenden Rhythmus - und der zudem einen realistischen Blick auf die Härte der Rennwelt präsentiert.
Und Dom Dolla, den erleben wir diese Woche Freitag um 21:50 Uhr auf der Mainstage beim Electric Love Festival! Der Grammy-nominierte australische Produzent erlebt derzeit einen kometenhaften Aufstieg: Sein unverkennbarer House-Music-Stil begeistert weltweit, macht ihn dabei aber auch zu einem der spannendsten und einflussreichsten Produzenten der elektronischen Musik. Hits wie “girl$”, “Pump the Breaks”, “Cave”, “Eat Your Man” (mit Nelly Furtado!) oder “Strangers” hat vermutlich (fast) jeder schon einmal gehört, und sein “Miracle Maker” wurde von BBC Radio 1 sogar als “Hottest Record in the World” ausgezeichnet - sein endgültiger Durchbruch. Neben einer Grammy-Nominierung für seinen Remix von Gorillaz' “New Gold” (featuring Tame Impala und Bootie Brown) erhielt Dom Dolla zudem einen ARIA Award für die beste elektronische Dance-Veröffentlichung, der Rolling Stone ernannte ihn zum “Best New Artist”, GQ kürte ihn zum “Solo Artist of the Year”, Billboard Dance bezeichnete ihn als “One to Watch”, und und und … Es ist dies also ein Artist, den man sich dieses Wochenende am Electric Love neben vielen anderen definitiv nicht entgehen lassen sollte!