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Präsentation des Steirischen Weines (inklusive Gewinnspiel)

27.03.2024 von Joachim Schmida

Kürzlich wurde im Rahmen einer Pressekonferenz Details zur Präsentation des Steirischen Weines am Mittwoch, 03.04.2024 in der Stadthalle Graz bekannt gegeben - hier die Details:

Erste Eindrücke vom Jahrgang 2023

Der Jahrgang 2023 verspricht etwas leichter zu werden und zeichnet sich durch eine besonders ausgeprägte Fruchtigkeit und Frische aus.

Die Frische und Lebendigkeit des Jahrganges ist besonders bei den Weinen zu spüren, deren Trauben bereits ab Mitte September geerntet wurden. Geringere Zuckerreife aufgrund der feucht nassen Vegetation bewirkt vor allem bei den Gebietsweinen einen moderaten bis leichten Alkoholgehalt, der die Weine gut verträglich macht. Die Balance zu finden zwischen den so charaktergebenden Phenolen, einer gut eingebundenen Säurestruktur und dem zugrundeliegenden Alkoholgehalt bedurfte einiges an kellerwirtschaftlichem und sensorischem Fingerspitzengefühl. Dominiert auf der Gebietsweinebene Leichtigkeit und Fruchtintensität, so zeigen die Ortsweine und diejenigen, die zu Riedenweine reiften bereits einen deutlich stärkeren Charakter am Gaumen.

Die sonnig warmen und vor allem trockenen Herbsttage im September und Oktober haben bei später Traubenernte auch zu ausdrucksstarken und haltbaren Weinen beigetragen, die zwar im Frühjahr etwas mehr Zeit zur Reifung benötigen, jedoch ab Mitte des Jahres auch ihren Weg in die Flasche finden und zeitverzögert ihr volles Potenzial entfalten werden – garantiert!

Das Weinjahr 2023 im Detail

Die Monate Jänner, Februar und März verliefen mild und trocken. Der April hingegen zeigte sich wie im Vorjahr relativ kühl und nass, die Niederschlagsmenge lag in fast allen Regionen Österreichs über dem Durchschnitt. Im Süden und Südosten, der West- und Oststeiermark, fiel um 50 Prozent mehr Niederschlag, somit war es hier der nasseste April seit 2006. Ende des Monats lagen wir mit den Niederschlägen bereits um 80 Liter über dem Mittelwert.

Aufgrund der kühlen Witterung hat der Knospenaufbruch langsam und verzögert gegen Mitte April stattgefunden. Der Mai war überwiegen sonnig und trocken. Ausgenommen die Tage um Mitte Mai, da wurden die Wasserspeicher in den Böden wieder vollständig aufgefüllt. Die Temperaturen lagen fast immer im gemäßigten Bereich zwischen 20-25°C. Anfang Juni war die Witterung wieder alles andere als beständig. In der schwül warmen Luft entstanden zum Teil sehr heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel. So hat es etwa in Bad Radkersburg 80 Liter in 1 1/2 Stunden geregnet. In Summe haben sich die Niederschläge so weit angehäuft, dass Ende Juni Mengen bis zu 180 Liter über dem langjährigen Durchschnitt gemessen wurden. Heftige Hagelunwetter führten zu größeren Schäden im Raum Straden, St. Peter, aber auch in der südlichen Süd- und Weststeiermark.

Durch die warme und feuchte Witterung schritt das Wachstum der Weingärten, wie erwartet, rasch voran. Die Rebblüte hat, vergleichbar mit 2021, Mitte Juni unter optimalen Wetterbedingungen stattgefunden.

Wie die Monate davor, war auch der Juli und der August sehr niederschlagsreich, wobei die Regenmengen regional sehr unterschiedlich waren. Beispielsweise fielen teilweise in der Südsteiermark um den 1. August knapp 200 Liter Regen pro m². Die großen Regenmengen führten nicht nur zu Problemen mit der Befahrbarkeit der Weingärten, sie hatten auch zahlreiche Hangrutschungen und Überschwemmungen zur Folge.

Mitte August formierte sich dann eine stabile Hochdruckwetterphase die über mehrere Wochen, beinahe durchgehend, anhielt. Durch die vielen warmen und trockenen Tage schritt die Reife in den Weingärten zügig voran und so konnte Mitte September in vielen Gebieten mit der Hauptlese begonnen werden. Die zum Großteil gesunden Trauben konnten bei wunderschönem Herbstwetter eingebracht werden.

Rebsorten im Detail

Sauvignon blanc:

Die steirische Leitsorte zeigt sich 2023 verstärkt wieder von der vegetabilen Seite. Grüner Paprika, Pfefferoni, Tomatenrispen und Johannisbeere bei den Gebietsweinen sowie auch exotische Noten in Richtung Papaya, Mango oder Maracuja bei späterer Reife. Die animierende Säure unterstützt die Würzigkeit und gibt ein haltbares Rückgrat in der Reifung.

Welschriesling:

Der Welschriesling 2023 präsentiert sich mit seiner schlichten Saftigkeit nach gelbschaligen Äpfeln und Zitrusnoten wieder von seiner unvergleichbaren typischen steirischen Seite. In der Farbe zart hellgelb zeichnen ihn eine gewisse Leichtigkeit im Trinkfluss gepaart mit einer lebendigen Säure und reifen Tanninen am Gaumen aus.

Weißburgunder:

Klassisch ausgebaute Varianten des Burgunders erinnern häufig an Noten von saftigen Birnen, überwiegend fruchtbetont, zugänglich mit lebendiger Säure am Gaumen. Kräftige Burgunder mit würzig nussiger Aromatik, zeigen sich heuer eher rar, aber wenn, bestechen sie durchwegs mit kreidigen und extraktreiche Noten, die dem Weissburgunder eine elegante Länge am Gaumen verleihen.

Gelber Muskateller:

Der Gelbe Muskateller hat 2023 gezeigt, dass schwierige Jahre trotzdem hervorragende Weine hervorbringen können. Etwas leichter im Alkohol dafür ein deutliches Mehr von der beliebten Limetten- und Zitronengrasaromatik bis hin zu duftigen Holunderblüten präsentiert sich der Großteil der Muskateller. Nur vereinzelnd sind sehr reife und kräftige Vertreter zu finden, die dann wohl eine Riede im Namen tragen werden und zu den feinen Zitrusnoten an Heublumen und Gewürznelken erinnern – nicht zu verwechseln mit dem Gewürztraminer!

Morillon – Chardonnay:

Ein gutes Jahr für Sorten mit gutem Zuckerbildungsvermögen. Der Morillon liebt es zwar etwas trockener, jedoch bringt er heuer zu seiner ausgeprägten Kreidigkeit zusätzliche Saftigkeit und Kernigkeit am Gaumen. Dies insbesondere, weil sich Säure und Extrakt durch ausreichende Kraft die Waage halten und die geringeren Erträge eine bessere Phenolreife zuließen. Zeit benötigt er allemal, die ihm durch eine späte Füllung um Frühsommer Mai/Juni in jedem Fall geschenkt werden soll, um seine extraktreichen Noten auch entwickeln zu können.

Gewürztraminer – Roter Traminer – Gelber Traminer:

Egal um welche Spielart es sich handelt, das Motto weniger ist mehr tröstet nicht über den Ertragsverlust hinweg. Eine Rebsorte die nicht nur Freudentränen auslöst zeigt sich heuer sehr bescheiden in der Menge jedoch grandios in der Qualität. Ein stabiles Säuregerüst, welches gerade bei höherem Alkoholgehalt ein wichtiger Puffer und zugleich Stabilisator für längere Haltbarkeit ist.

Schilcher:

Ein Farbenspiel von zartrosa bis tiefrot dunkelbeerig präsentiert die Vielschichtigkeit des Schilchers und seine breite Fruchtpalette von intensiver Johannisbeere bzw. Stachelbeere bis hin zu komplexeren dichteren Waldbeeraromen mit feiner Himbeere untermauert. Späte Reife klare Fruchtintensität, ausgeprägte Textur mit hohen Extraktwerten runden den Gaumen ab. Der Schilcher 2023 ist etwas leichter und mit gut eingebundener Säurestruktur ausgestattet.

(Quelle: WEIN STEIERMARK)


Live-Termine


Präsentation des Steirischen Weines

Mittwoch, 03.04.2024 | 17:00 Uhr | Stadthalle Graz

Mit der Präsentation des Steirischen Weines am 3. April in der Stadthalle Graz haben Weinliebhaber:innen die einzigartige Möglichkeit an diesem Nachmittag DAC-Gebietsweine des Jahrgangs 2023, DAC-Ortsweine und DAC-Riedenweine (Anm: Jahrgang 2023 als Fassproben) sowie auch reifere Jahrgänge von rund 120 Steirischen Winzer:innen zu verkosten. Jeder Betrieb hat bis zu 8 Weine vorbereitet. Das ergibt einen wunderbar repräsentativen Querschnitt an Weinen zum Probieren.

Termine und Venue auf dem Stand vom 27.03.2024  

Tickets

Gewinnspiel


© Wein Steiermark/Johanna Lamprecht

Wir dürfen zwei tolle Packages von WEIN STEIERMARK verlosen - bestehend aus je 1x2 Tickets plus 3 Flaschen Wein!

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantworte bitte folgende Frage:

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